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Gastwirte wollen Stopp des Rauchverbots

Was in Rheinland-Pfalz geht, müsste doch auch in Riesa möglich sein. Das geht Gastwirten seit gestern durch den Kopf, als bekannt wurden, dass das Landesverfassungsgericht dort das totale Rauchverbot vorerst bremste.

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Was in Rheinland-Pfalz geht, müsste doch auch in Riesa möglich sein. Das geht Gastwirten seit gestern durch den Kopf, als bekannt wurden, dass das Landesverfassungsgericht dort das totale Rauchverbot vorerst bremste. Der Geschäftsführer der Szenekneipe Rumpelkammer Jörg Asse hofft, dass der Stopp des Nichtrauchergesetzes bald auf Sachsen übergreift. Die Kneipe verfügt zwar über einen abgetrennten Raum für Raucher, doch haben die Nichtraucher dann das Nachsehen. Nach Informationen des Geschäftsführers sind sie es nämlich, die dann allein an den Tischen zurückbleiben.

Gäste kommen nicht zur Ruhe

Ebenso hat der Holzwurm in Riesa mit den Auswirkungen des Nichtrauchergesetzes zu kämpfen. „Jeder Kneiper sollte selber entscheiden können, ob geraucht wird oder nicht“, so Veronika Thalmann, Angestellte im Holzwurm. Sie erklärt: „Aufgrund des Rauchverbots muss ein separater Raum für Raucher beheizt und beleuchtet werden. Das kann nicht der Umwelt dienen.“ Zudem sei es für die Gäste unmöglich, zur Ruhe zu kommen und ihr Bier zu genießen.

Noch halten sich die Beschwerden der Gastwirte gegenüber dem Verein Werbegemeinschaft Innenstadt in Grenzen. Zumindest hat Vereinschef Andree Schittko davon noch nichts gehört. „Zum Thema Nichtraucherschutz bin ich gespalten“, so Schittko, der selbst Nichtraucher ist. „Gerade zum Schutz vor allem der jungen Leute halte ich die Regelung für sinnvoll.“ Ansonsten kann er die Sorgen der Gastwirte gut nachvollziehen. Besonders jene, die eine so genannte Eckkneipe führen, in der es Tradition ist, bei Bier und Zigarette einen Skat zu spielen, trifft es jetzt hart, so Schittko. (ah/uk)