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Ein Haus aus Lehm, Kies und Chinaschilf

Beim Besuch des Klostercafés am Sonnabend können Besucher im Hahnemannzentrum Meißen den Rohbau eines neuen Gebäudes ansehen.

Das Hahnemannzentrum in Meißen feiert Richtfest für sein neues Veranstaltungsgebäude.
Das Hahnemannzentrum in Meißen feiert Richtfest für sein neues Veranstaltungsgebäude. © Claudia Hübschmann

Meißen. Helge Landmann freut sich. Der Bau des neuen Veranstaltungshauses des Meißner Hahnemannzentrums auf der Klosteranlage „Zum Heiligen Kreuz“ in der Leipziger Straße 94 geht Stück für Stück voran. Eine Birke ziert die Dachbalken. Richtfest. „Ich bin froh, dass so viele Partner den Bau ermöglichen“, sagt der Vereinsvorsitzende. So beispielsweise Sebastian Böltzig mit seinem Sägewerk aus Raden, der das geflößte Holz für die Balken in Form gebracht hat.

In den Dachbalken sind auch schon die Nuten gesägt, wo die Holzbretter der Decke eingeschoben werden. Einige stecken bereits drin. So kommt man langsam eine Vorstellung vom Innenraum des künftigen Gebäudes, das nach ökologischen Richtlinien entsteht. Auf die Bretter wird später eine vier Zentimeter dicke Lehmschicht aufgebracht. Als Wärmedämmung folgt eine Schicht aus Schaumglasschotter.

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Zum Schluss wird das Flachdach noch begrünt. Dabei werden Pflanzen benutzt, wie sie derzeit schon auf einer Fläche vor dem entstehenden Haus wachsen. Diese Fläche wird später einmal als Terrasse dienen. Vorstellungen zu deren Gestaltung gibt es bereits. So soll sie teilweise so grün erhalten bleiben, teilweise wird sie mit Steinen versiegelt, damit darauf auch gelaufen werden kann. Für die Bewässerung gibt es auch Ideen: Das überschüssige Regenwasser vom Dach wird in eine Zisterne geleitet und von dort aus sollen Leitungen unter die Terrasse führen, damit die Bewässerung von unten erfolgen kann.

Ein weiteres Beispiel für ökologisches Bauen sind mehrere Säulen, die demnächst außen am Gebäude hochgezogen werden, bestehend aus Lehm, Kies und Chinaschilf. Die drei Materialien werden in einer Knetmaschine einer ehemaligen Bäckerei zu einem Gemisch verarbeitet und anschließend in die bereits vorhandenen Formen gegossen.

Beim Bauen setzt Landmann auf Ökologie

Die an den Außenseiten des Hauses stehenden Holzbalken sind Altholzbalken aus der Roten Schule in Meißen. Diese hat der portugiesische Kollege Jaques Moreira künstlerisch verziert, nach den Ideen von Helge Landmann. „Für die zopfartigen Ornamente hatte ich Efeu als Motiv vorgegeben“, sagt Landmann. Beeindruckend, was Moreira als gelernter Maurer alles für Fähigkeiten besitzt.

Wer Lust hat, sich den Baufortschritt einmal anzusehen, kann das am Samstag, 30. Mai, machen. „Zwar kann aufgrund der Corona-Einschränkungen leider unser Rosenfest nicht stattfinden, aber unser Klostercafé hat ab 14 Uhr unter dem Motto Rosenduft und Maskerade geöffnet“, sagt Landmann. Die letzten Vorbereitungen wurden schon getroffen. So erhielt der Garten noch einmal einen Grünschnitt, Stühle und Tische stehen mit dem entsprechenden Abstand bereit. Auch findet eine Theaterprobe statt, sagt Landmann. Das Thema: die Lebensgeschichte des Namensgebers und Begründers der Homöopathie, Samuel Hahnemann.

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