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Gedenken an 70 Jahre Elbe Day

Im April 1945 trafen sich amerikanische und sowjetische Soldaten bei Lorenzkirch. Vereine der Region wollen an das Jubiläum erinnern.

Von Stefan Lehmann und Eric Weser

Zum 70. Mal jährt sich Ende April das Aufeinandertreffen der Roten Armee mit den US-Truppen entlang der Elbe bei Lorenzkirch, Kreinitz und Torgau. Ein historisches Datum, denn mit dem Treffen der beiden Armeen war Deutschland „zerschnitten“ – nach der Landung in der Normandie eine weitere wichtige Etappe auf dem Weg zum Sieg über das Dritte Reich und damit auch zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.

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Die historischen Vereine und Gedenkstätten im Altkreis werden an dieses auch als „Link-Up“ bezeichnetes Ereignis erinner, ebenso wie örtliche Kulturvereine und Kirchengemeinden. „Es wird definitiv ein historisches Autokorso geben“, erklärt Gunter Spies von der Reservistenarbeitsgemeinschaft Marine/Sachsen. Auch eine Friedensfahrt der Reservisten nach Torgau sei in Planung. Dort waren sich 1945 nur wenige Stunden nach dem ersten Treffen in Lorenzkirch Vertreter der beiden Armeen begegnet.

In Torgau entstanden seinerzeit auch die historischen Aufnahmen des Handschlags zwischen den Oberbefehlshabern der 69. US-Infanterie-Division und der sowjetischen 58. Gardedivision, die sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben.

In den Geschichtsbüchern steht vor allem deswegen Torgau als Ort der ersten Alliierten-Begegnung. Dabei gibt es auch von der eigentlichen Premiere in Lorenzkirch Bild- und Filmmaterial, sagt Gunter Spies. „Dieses Treffen wurde zwar offiziell im Kriegstagebuch nicht dokumentiert. Aber es gibt hierüber russische Filmaufnahmen“, sagt Spies, der das Material in seinem persönlichen Besitz hat und es anlässlich des Jahrestages des „Elbe Day“ auch öffentlich zeigen möchte.

An den Gedenkfeierlichkeiten am 25. April, der in diesem Jahr auf einem Sonnabend fällt, wird sich neben den Reservistenkameradschaften beispielsweise auch der Kulturverein Kreinitz beteiligen. Das dortige Museum hält viele Fotos der Treffen von Lorenzkirch und Kreinitz bereit. Denn auch in Kreinitz wurde im April 1945 Geschichte geschrieben, als die Amerikaner von Görzig aus mittels einer Wagenziehfähre erneut dorthin übersetzten, diesmal mit einem eigenen Jeep. „Die Reservistenkameradschaft will zum Gedenken daran eine solche Fähre nachbauen“, verrät Gunter Spies.

Sportliches Gedenken

Und auch der traditionelle Riesaer Schlossbrückenlauf werde in diesem Jahr seine Route bis in den Strehlaer Ortsteil Görzig ausweiten, um an die historische Bedeutung zu erinnern. Wer sich der sportlichen Herausforderung stellt, kann sich auf eine besondere Erinnerungsmedaille freuen.

Und auch die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain soll mit in die Gedenkfeierlichkeiten einbezogen werden, sagt Gunter Spies. Das Zeithainer Kriegsgefangenenlager war nur zwei Tage vor dem „Link-Up“ befreit worden.

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