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Gedenkstätte beschädigt

Unbekannte haben auf dem Bautzener Karnickelberg die Beleuchtung zerstört. Nicht nur die Polizei tappt im Dunkeln.

Die vor fünf Monaten eingeweihte Gedenkstätte für die Opfer des Stalinismus auf dem Karnickelberg ist im Winter Ziel von Vandalen gewesen. Unbekannte haben die Elektroinstallation für die Außenbeleuchtung zerstört. Sie rissen Kabel aus einem Stromverteiler heraus und zertrennten sie. Das Bautzen-Komitee, das für die Gedenkstätte verantwortlich ist, zeigte sich von dem Vorfall empört. „Die Totenruhe wurde absichtlich und gezielt gestört“, sagt Reinhard Pappai vom Vorstand des Komitees.

Nun ermittelt die Polizei – offiziell wegen des Verdachts eines Kabeldiebstahls. „Die Kabel sind noch da, nur wurden sie eben zerschnitten“, so Pappai. Dass Metalldiebe am Werk waren, schließt er aus, da der Wert der Beute viel zu gering sei. Zu den Hintergründen der Tat tappt er jedoch ebenso wie die Beamten völlig im Dunklen. „Ich habe keine Ahnung, wer dahinterstecken könnte“, sagt Reinhard Pappai.

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Die Täter zu ermitteln, dürfte auch sehr schwer werden, da der Zeitraum, in dem der Vandalismus passiert sein könnte, extrem groß ist. „Die Tat geschah den Angaben des Anzeigenden nach irgendwann zwischen dem 27. November 2013 und dem 14. April 2014“, teilte Polizeisprecher Thomas Knaup am Gründonnerstag auf Anfrage mit. „Im Winter war niemand von uns dort, auch Veranstaltungen in der Gedenkstätte gab es in dieser Zeit nicht“, erklärt Pappai. Erst Anfang der Woche sei der Schaden einem Handwerker aufgefallen, weil er vor Ort keinen Strom hatte.

Die Summe des entstandenen Schadens bezifferte die Polizei auf etwa 150 Euro. Genaueres ergibt ein Kostenvoranschlag für die fällige Reparatur, den das Bautzen-Komitee erstellen lässt. Die soll im Verlauf der kommenden Wochen erfolgen. (StS)