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Gedenkstätte in Ex-Stasi-Zentrale wird erweitert

Vor 22 Jahren besetzen Demonstranten das Gebäude. Nun wirddie Gedenkstätte an das Schicksal politisch Verfolgter ausgebaut.

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Die Gedenkstätte im ehemaligen Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit wird bis 2013 zu einer Begegnungs- und Bildungsstätte ausgebaut. Voraussichtlich im April kommenden Jahres beginnen die Sanierungsarbeiten am sogenannten Haus2, in dem die Stasi Büros hatte, wie die Gedenkstätte gestern zum jährlichen Tag der offenen Tür mitteilte. Vor 22 Jahren, am 5.Dezember1989, hatten Demonstranten die Dresdner Stasi-Zentrale besetzt und die Vernichtung von Akten gestoppt. Daran erinnert seit Montag auch wieder eine Gedenktafel am historischen Ort, die wegen Bauarbeiten an der nahen Waldschlößchenbrücke zwischenzeitlich weichen musste.

Vor allem junge Leute erreichen

„Uns liegt sehr am Herzen, dass der Ort über Dresden hinausstrahlt“, sagte Dresdens früherer Oberbürgermeister Herbert Wagner, der seit gut eineinhalb Jahren Vorsitzender des Gedenkstätten-Trägervereins „Erkenntnis durch Erinnerung“ ist. Man wolle vor allem Schüler und Jugendliche erreichen. Mit der Sanierung des Hauses2 verdoppelt sich die Ausstellungsfläche der Gedenkstätte, wie Wagner sagte. In dem denkmalgeschützten Bürotrakt solle unter anderem der einstige Stasi-Versammlungsraum zugänglich werden. Dieser könne für spezielle Theateraufführungen, aber auch etwa für Treffen ehemaliger Häftlinge oder für Veranstaltungen der Landeszentrale für politische Bildung genutzt werden. 2,3MillionenEuro – Fördermittel und Spenden – werden laut Wagner investiert. (dpa)