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Gedenkstein verschwunden

Bis vor Kurzem erinnerte der Stein an einen verunglückten Förster. Es ist nicht das erste Denkmal, das plötzlich weg ist.

Von Heike Sabel

Was nicht alles gestohlen wird. Jetzt ist es der Gedenkstein, der etwa 150 Meter vor dem Ortseingang Langenhennersdorf aus Richtung Krietzschwitz kommend stand. In den letzten drei Wochen ist der etwa einen Meter hohe, 70 Zentimeter breite und 15 Zentimeter hohe Stein verschwunden.

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Der Stein ist dem 1846 hier mit seinem Wagen verunglückten böhmischen Gutsförster von Langenhennersdorf gewidmet. „Es wird sogar vermutet, dass er 1813 als Doppelagent fungierte“, sagt Marlies Wolf. Die Vorsitzende des Heimatvereins Langenhennersdorf hat den Diebstahl der Polizei und dem Denkmalschutz im Landratsamt gemeldet. „Kleindenkmäler müssen beschützt werden, sonst geht uns wichtiges Gut verloren“, sagt sie. Bisher habe sie jedoch keine Rückmeldungen erhalten.

Leider sei der Langenhennersdorfer Stein nicht der einzige seiner Art, der in der vergangenen Zeit verschwunden ist. „Mir wurde von etlichen Ortschronisten und Bürgern bestätigt, dass sich solche Diebstähle häufen“, sagt Marlies Wolf. Sie hofft nun auf die Hilfe aufmerksamer Nachbarn. „Vielleicht schaut man mal genauer über den Gartenzaun.“ Doch nicht nur das, Marlies Wolf würde sich freuen, wenn die Leute aufmerksamer auch auf die kleinen Zeugnisse der Geschichte am Wegesrand achten würden. Auf dem Langenhennersdorfer Gedenkstein befindet sich eine mehrzeilige Inschrift. Die Geschichte des Steines ist auch Teil der Chronik Langenhennersdorfs, die derzeit entsteht und in Kürze gedruckt werden soll.