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Gefährliche Treppe zum Bahnhof

Leser beklagen, dass sie den weiten Weg über die Rampe gehen müssen.

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Von Thomas Riemer

Riesa. Yvett Brodkorb und Ralf Kregel sind Berufspendler und müssen täglich vom Parkplatz An der Kolonie zum Bahnhof laufen. Weil momentan der kurze Weg über eine neu gebaute Treppe gesperrt ist, müssen sie die längere Strecke auf der mit vier Kurven versehenen Rampe wählen. „Speziell bei Schnee-, Eis- und Reifglätte kann man dort eine Super-Rutschpartie beklagen“, so Yvett Brodkorb und Ralf Kregel. Auch sei ein triftiger Grund für die plötzliche Treppen-Sperrung aus ihrer Sicht nicht erkennbar. Die Treppe sei sicherer als die Rampe, da die Stufen waagerecht seien und damit rutschsicherer als die Rampe. Riesas Baubürgermeister Werner Nüse (SPD) sagte auf Anfrage der SZ, dass die Stadt die Treppe sperren lassen musste, weil sie noch Baumängel aufweist und deshalb nicht abgenommen werden konnte. „Hier wird es Nacharbeiten geben“, so Nüse.

Neubau fordert Kompromisse

Zum langen Weg über die Rampe erklärte er, dass die Kommunen angehalten seien, bei solchen Umgestaltungen, wie sie derzeit im Bahnhofsbereich vonstatten gehen, an Rollstuhlfahrer und in diesem speziellen Fall auch an Menschen mit Rollen-Koffern zu denken. Das habe die Stadt getan und in den Planungen um die Rampe gekämpft, so Nüse. Klar sei aber auch, dass der Umstand Kompromisse von anderen Passanten fordere, die den kurvenreichen und damit längeren Weg nutzen müssen.