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Gefängnis saniert

Am Tag der offenen Tür in der Gedenkstätte auf der Bautzner Straße können sich Besucher von den Bauarbeiten der letzten Monate überzeugen.

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Von Alexander Schneider

Am Mittwoch, 5. Dezember, jährt sich die Besitznahme der Dresdner Stasi-Zentrale auf der Bautzner Straße im Jahr 1989. Im Zentrum der Gedenkstätte steht die Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Zeitzeugen werden dort am Mittwoch ab 9.30Uhr Besucher durch das ehemalige Stasi-Gefängnis führen und von ihren Erlebnissen als politische Gefangene berichten.

Das Gebäude wurde seit Mai umfangreich saniert. So haben Handwerker eine Heizung eingebaut, das Dach erneuert, zwei Ausstellungsräume, Brandschutztechnik, Sanitär- und Kantinenbereiche errichtet. „Seit Mai wurden 480000 Euro investiert“, sagte Lothar Klein vom Verein Erkenntnis durch Erinnerung, Träger der Gedenkstätte. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) und Dresdens amtierender Oberbürgermeister Lutz Vogel (parteilos) werden die U-Haftanstalt am Mittwoch, 19 Uhr, an den Verein übergeben. Weiter steht ein Vortrag zur Kontroverse über den Umgang mit Stasi-Akten auf dem Programm (14 Uhr). Ab 20 Uhr wird der ehemalige Stadtschreiber Ulrich Schacht über das Thema „Verrat – Geschichten aus der friedlichen Revolution“ sprechen. Das Stasi-Gefängnis kann nun wieder von montags bis freitags, 9–16 Uhr, besucht werden. 2006 zählte der Trägerverein 14000 Besucher.