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Gefahrguteinsatz auf Autobahnparkplatz

Ein Lkw-Fahrer stoppte wegen gesundheitlicher Probleme am Finkenberg in Radeburg. Der Rettungsdienst entdeckte dabei noch etwas anderes.

Feuerwehrleute beim Aufnehmen der Flüssigkeit.
Feuerwehrleute beim Aufnehmen der Flüssigkeit. © Feuerwehr

Radeburg. Zwei Gefahrgutzüge des Landkreises Meißen und weitere Feuerwehren aus Radeburg, Weinböhla und Bärnsdorf eilten am Donnerstagvormittag zum Parkplatz Finkenberg an der Autobahn 13 bei Radeburg. Ihr Ziel war ein dort geparkter Gefahrgut-Transporter. Aus dem Tanklastzug war eine Flüssigkeit ausgetreten.

Wie Kreisbrandmeister Ingo Nestler sagt, ging der Alarmierung ein Rettungsdiensteinsatz voraus. Der Fahrer des Lkws habe auf der Autobahn gesundheitliche Probleme bekommen, den Notruf gewählt und den Parkplatz angesteuert. „Vor Ort stellte der Rettungsdienst fest, dass aus dem Fahrzeug eine undefinierbare Flüssigkeit in kleinster Menge ausgelaufen war“, so Ingo Nestler weiter.

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Laut Frachtpapieren handelte es sich bei der Flüssigkeit um ein Abfallprodukt bei der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln. „Diese enthält in geringen Mengen Brom, das gesundheitsgefährdend ist.“ Die Feuerwehr-Kameraden gingen mit den ausgelaufenen Rückständen ähnlich um wie mit Benzin. Sie wurden mit einem Bindemittel aufgenommen. „Insgesamt waren es nicht mehr als maximal 100 Milliliter gewesen“, so der Kreisbrandmeister.

Gleichzeitig wurden an dem Fahrzeug alle Ventile auf Dichtheit geprüft und dabei kein Austritt von Flüssigkeit festgestellt. Die entdeckten geringen Mengen stammten offenbar aus einem Kontrollschlauch. Nach dem Abschluss der Überprüfung konnte das Fahrzeug an die Spedition übergeben werden.

Der Fahrer wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus nach Dresden transportiert. Seine gesundheitlichen Probleme standen nicht mit dem Produktaustritt an seinem Fahrzeug in Zusammenhang. Der gesperrte Autobahnparkplatz in Richtung Berlin wurde kurz vor 13 Uhr wieder freigegeben.

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