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Gegen Chaos hilft nur Zahlen

über das Parken in der Johannstadt

Kay Haufe

Dutzende Hochhäuser in der Johannstadt ziehen Tausende Autos ihrer Bewohner nach sich. Erstaunlich, dass sich die Johannstädter ihr tägliches Parkchaos so lange gefallen ließen. Denn schon 2010 hatte die Stadt erste Bürgerumfragen zum Parken gestartet. Doch erst vier Jahre später ist ein Konzept fertig, mit dem die Anwohner endlich mehr Rechte bekommen. Umweltzone und andere Dinge, so sagte Verkehrsplaner Matthias Mohaupt gestern, hätten die Arbeit verzögert.

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Was er nun vorgelegt hat, berücksichtigt aber genau die Knackpunkte im Viertel. Die Straßen mit den meisten Bewohnern sind auch ausschließlich diesen zum Parken vorbehalten. Damit hat die Stadt gute Arbeit geleistet. Und die Gebühr von 30 Euro werden viele gern zahlen, um dem täglichen Kampf um den Parkplatz zu entgehen. Die bereits 17 bestehenden Anwohnerparkzonen in anderen Stadtteilen haben dies belegt. Und wer keinen Ausweis will, hat auch noch frei nutzbare Flächen zur Verfügung.

Fakt ist allerdings, dass die bewirtschafteten Zonen immer auch zur Verdrängung des Parkplatz-Suchverkehrs in angrenzende Viertel geführt haben, wo nichts zu bezahlen ist. Daher ist es wichtig, schnell ein Konzept für den Bereich um das Uniklinikum sowie Teile von Blasewitz umzusetzen.