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Gegen Verbote am Wilhelmsplatz

Die Anwohner sollen entscheiden, wie der Platz genutzt wird, sagt der Sprecher von Motor Görlitz. Fußball sei auch anderswo gut möglich.

Der Wilhelmsplatz in Görlitz. Etwas ramponiert sieht der Rasen schon aus. Das kann aber auch am Wetter liegen.
Der Wilhelmsplatz in Görlitz. Etwas ramponiert sieht der Rasen schon aus. Das kann aber auch am Wetter liegen. ©  Nikolai Schmidt

In die Debatten um den Wilhelmsplatz hat sich jetzt Mike Altmann, Sprecher von Motor Görlitz, eingeschalten. Auf der Internetseite des Netzwerkes spricht er sich gegen neue Verbote aus. Die brauche es an dieser Stelle nicht, weil in der Grünflächensatzung der Stadt geregelt sei, wie der Platz genutzt werden darf. So ist zum Beispiel Spielen, auch Fußballspielen, nicht verboten. Das hatte vorige Woche auch bereits die Stadtverwaltung Görlitz gegenüber der SZ erklärt. „Die Polizeiverordnung wiederum regelt, dass zwischen 22 Uhr und 6 Uhr die Nachtruhe einzuhalten ist“, so Mike Altmann. Er spricht sich für regelmäßige Kontrollen „der Ordnungshüter“ aus: „Präsenz zeigen – das hilft, um ein gutes Miteinander unterschiedlicher Generationen und Interessenvertreter zu wahren.“

Immer wieder gibt es Beschwerden von Anwohnern, dass es in den späten Abendstunden zu laut zugehe auf dem Wilhelmplatz und Befürchtungen, dass der Rasen und die Blumenrabatten rundum Schaden nehmen könnten, wenn auf dem Platz beispielsweise Fußball gespielt wird. Die Stadtverwaltung dagegen gibt Entwarnung: Fachleute hätten schon mehrmals bestätigt, dass es bisher durch das Ballspielen auf dem Wilhelmsplatz noch zu keinen bedeutenden Schäden gekommen ist.

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Die Wahrnehmung der Anlieger sei verschieden, sagt Mike Altmann, sie reiche von „gar keine Vorkommnisse“ bis zu „ein- bis zweimal pro Woche ist es laut, auch nach 23 Uhr“. Es liege bei der Stadtgesellschaft, eine Lösung zu finden, „bei der die Anwohner nicht unter Lärm leiden, der Platz aber auch nicht zur spaßbefreiten Zone wird.“ Er spricht sich für eine Bürgerbeteiligung aus, bei der die Anwohner entscheiden, wie der Platz zukünftig genutzt werden soll. Beim Thema Fußballspielen verweist er auf den Görlitzer Stadtpark. Dort wären die Möglichkeiten besser und auch sicherer. 

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