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Gegenwehr für später muss erforscht werden

über Schädlinge und milde Winter

Thomas Mielke

Eine echte Plage wie vor einigen Jahren die Marienkäfer-Schwemme an der Ostsee mit Milliarden der eigentlich niedlichen Tierchen ist bei Schnecken, Borkenkäfern und Mäusen 2014 nicht zu erwarten. Höchstens an einzelnen Standorten. Trotzdem ärgert sich natürlich jeder einzelne Gärtner über zerfressene Salatblätter oder abgenagte Wurzeln, die Waldbesitzer über jeden abgestorbenen Baum – denn weniger Schädlinge als in den letzten Jahren werden es wegen des milden Winters auch nicht. Vor diesem Hintergrund ist die Frage spannend, wie die Situation in einigen Jahren aussieht. Wenn die Winter im Durchschnitt noch milder, die Sommer noch trockener werden. Gerät die Natur durch den Klimawandel so sehr aus dem Gleichgewicht, dass ständig Plagen drohen? Möglich wäre es. Deshalb ist es schon jetzt unerlässlich, dass sich die Fachleute mit diesen Szenarien auseinandersetzen. Der Sachsenforst zum Beispiel tut das bereits seit Jahren und empfiehlt den Waldbesitzern, wie sie sich auf Zeiten mit weniger Niederschlägen beziehungsweise längeren Trockenperioden einstellen und welche widerstandsfähigen Bäume sie pflanzen könnten. In anderen Bereichen muss dieses Beispiel erst noch Schule machen. Denn wenn es so weit ist, muss die Gegenwehr – ohne Chemiekeule – stehen.

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