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Gegossen wie aus Kannen

Der heftige Regen Ende Mai hat dafür gesorgt, dass im Frühlingsmonat deutlich mehr Niederschlag fiel als üblich.

Von Roman Kristof

Endlich ist es geschafft: In Zinnwald fiel erstmals wieder mehr Niederschlag, als uns statistisch zugestanden hätte. Seit Dezember vergangenen Jahres war nämlich jeder Monat an der Wetterwarte zu trocken ausgefallen. Aber der Mai brachte die Wende und eine Monatssumme von immerhin 116 Liter Niederschlag auf jeden Quadratmeter. Dieses Ergebnis übertrifft den Normalwert um 28 Liter oder anders ausgedrückt um 31 Prozent. Und so sah die Bilanz im Detail aus.

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Am 28. Mai fielen bei Dauerregen 25,8 Liter je Quadratmeter. Das war der Tageshöchstwert in diesem Monat. Die Gewitter fielen hingegen in Zinnwald relativ harmlos aus. In anderen Regionen Sachsens kamen da recht beachtliche Summen pro Stunde zusammen, auch verbunden mit entsprechenden Schäden. In Zinnwald gab es auch starke Schauer. An drei Tagen mischte sich darunter auch kleinkörniger Hagel. Jedoch blieben die gemessenen Niederschlagsmengen dabei um die zehn Liter pro Quadratmeter. Es gab im Mai auch sieben niederschlagsfreie Tage. Schnee wurde keiner beobachtet, zu Beginn des Monats traten jedoch noch Niederschläge mit Glatteisbildung auf.

Die Monatsmitteltemperatur von 8,6 Grad Celsius weicht um 0,1 Kelvin von ihrem Vorgabewert ab. In dieser Hinsicht war der Mai also ein normaler Monat. Zu Monatsbeginn sank die Temperatur an vier Tagen in zwei Meter Höhe zeitweise in den negativen Temperaturbereich, in Erdbodennähe geschah dies am 3. Mai. Mit minus 1,4 Grad Celsius waren der 5. Mai der kälteste und mit 21,3 Grad Celsius der 22. der wärmste Tag des vergangenen Monats. Die Sonne erreichte ihren Sollwert nicht. Sie schien an 27 Tagen in Zinnwald und bescherte uns dabei 158 Sonnenstunden. Zur „Planerfüllung“ fehlten noch 26 Stunden oder 14 Prozent. An zehn Tagen beglückte sie uns mit je mehr als zehn Stunden. Nebel trat in Zinnwald an 18 Tagen auf. Er verzog sich jedoch auch wieder am selbigen Tag. Gute Fernsichten mit Sichtweiten über 50 Kilometer konnten an 20 Tagen beobachtet werden.

Die mittlere Windgeschwindigkeit betrug an vier Tagen Windstärke 6. Die höchste Windspitze wurde am 16. Mai mit einer Geschwindigkeit von 72 km/h gemessen, was der Windstärke 8 entspricht.

Der Autor leitet die Wetterwarte in Zinnwald.