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Gekommen, um zu bleiben

Die Firma Accuma hält langfristig am Standort Zittau fest. Das neue Hochregallager ist ein beeindruckender Beleg dafür.

© SZ Thomas Eichler

Von Mario Heinke

Beim Vorbeifahren auf der Bundesstraße 99 ist es nicht zu übersehen. Accuma investiert im Industriegebiet Weinau. 16 Meter ragt ein Stahlskelett in den Himmel. Der 94 Meter lange Erweiterungsbau wird ein Lagergebäude, erklärt Geschäftsführer Markus Kühnel auf Nachfrage der SZ. Seit Anfang Mai werde daran gebaut, noch im Sommer soll es fertiggestellt werden, so Kühnel. Mit dem Lagerneubau will das Unternehmen in den vorhandenen Produktionshallen Platz für eine längerfristige Produktionserweiterung schaffen. Durch das Lager selbst entstünden keine neuen Arbeitsplätze, aber durch die geplante Produktionserweiterung könnten dann neue Arbeitsplätze geschaffen werden, heißt es in einer Erklärung des italienischen Unternehmens. Über die Höhe der Investition möchte die Firma keine Angaben machen.

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Im Zittauer Rathaus beobachtet man den Erweiterungsbau im Industriegebiet mit Wohlwollen. Oberbürgermeister Arnd Voigt (Freie Bürger) sieht in dem Neubau ein klares Zeichen: „Das Unternehmen will in Zittau bleiben“, so Voigt. Auf Nachfrage bestätigt Accuma, langfristig am Standort Zittau festhalten zu wollen.

Das Unternehmen beliefert die größten europäischen Batteriehersteller mit Kunststoffprodukten. Hauptsächlich produziert die Firma Gehäuse für Kraftfahrzeug-Starterbatterien und Antriebsbatterien. Mit über 300 Produkten, die in 4 000 Variationen gefertigt werden können, hat sich die Kunststofffirma auf Deckel und Gehäuse für Batterien spezialisiert.

Im Jahre 2003 hatte sich das Unternehmen, dessen Firmenzentrale bei Bergamo in Italien liegt, im Industriegebiet Weinau angesiedelt. Die Ansiedlung war damals eine der größten italienischen Direktinvestitionen in Deutschland. „Die Nähe zu Osteuropa, zur Automobilindustrie und die qualifizierten Arbeitskräfte waren wohl für die Wahl Zittau ausschlaggebend“, so begründete einer der Offiziellen die Standortentscheidung zugunsten von Zittau bei der Eröffnung der Niederlassung.

Die strategische Entscheidung, näher an die osteuropäischen Kunden jenseits der Alpen zu rücken, hat sich gelohnt, sagte General-Manager Mario Musolino bereits fünf Jahre später, weil sich der Umsatz vervierfacht hatte. Sorgen machte der Geschäftsleitung zum fünfjährigen Betriebsjubiläum in der Weinau nur der langsam voranschreitende Ausbau der B 178.