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Geld für die Sanierung des Kulturhauses

Der Klingenberger Gemeinderat hat 268 000 Euro im Haushalt eingeplant. Was damit gemacht werden soll.

Das Kulturhaus in Pretzschendorf ist mehr als 112 Jahre alt und müsste dringend saniert werden.
Das Kulturhaus in Pretzschendorf ist mehr als 112 Jahre alt und müsste dringend saniert werden. © Frank Baldauf

Gute Nachrichten für alle Freunde des Pretzschendorfer Kultuhauses: 

Mehrheitlich hat der Klingenberger Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, für die Sanierung des Gebäudes 268 000 Euro im Haushaltsjahr 2019 einzuplanen – der Beschluss wurde bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung gefasst. Das nötige Kleingeld dafür könnte sogar komplett ohne eigene Mittel aufgebracht werden, wie auf der Sitzung bekannt wurde. Beim EU-Programm Leader sollen Fördermittel beantragt werden, 201 000 Euro könnte Klingenberg dort maximal bekommen. Die restlichen 25 Prozent, 67 000 Euro, will die Gemeinde von dem Preisgeld dazugeben, das sie beim Ideen-Wettbewerb für den ländlichen Raum gewonnen hat.

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Das Kulturhaus, das der Gemeinde gehört, beschäftigt selbige schon seit geraumer Zeit. Das Gebäude ist 112 Jahre alt und müsste dringend auf Vordermann gebracht werden. Eine Komplettsanierung würde aber mehr als eine Million Euro kosten – Geld, das die Gemeinde derzeit nicht übrig hat. Um das Gebäude am Laufen zu halten, zahlt Klingenberg jedes Jahr um die 20 000 Euro an Betriebskosten. Größter Kostenblock sind dabei die hohen Heiz- und Energiekosten.

Auf der anderen Seite ist das Kulturhaus ein wichtiges Kulturzentrum in Pretzschendorf, in der Gemeinde und der Umgebung. Egal ob zu Schuleinführungen, Faschingsveranstaltungen oder Konzerten – das Kulturhaus ist oftmals Veranstaltungsort, und zwar bei öffentlichen Feiern genauso wie zu privaten Anlässen. Trotzdem ist das Gebäude damit allein nicht ausgelastet.

Um ein langfristiges Nutzungs- und Gebäudekonzept zu erstellen, das beinhaltet, wie das Kulturhaus sinnvoll genutzt und wirtschaftlich erhalten werden kann, wurde das Planungsbüro Basler & Hofmann mit einer Konzeptstudie beauftragt, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurde. Quintessenz war, das Kulturhaus räumlich in kleinere Einheiten zu teilen. Vom Untergeschoss bis ins Dachgeschoss hat der Planer das Kulturhaus in acht sogenannte Nutzungsbereiche aufgeteilt, die sowohl dauerhaft als auch temporär vermietet werden könnten – für private oder öffentliche Veranstaltungen, aber auch als Lagerfläche. 

Da im Zuge der Projektstudie auch eine bauliche Bestandsaufnahme gemacht wurde, gibt es nun auch konkrete Maßnahmen, die mit den 268 000 Euro umgesetzt werden sollen: Ganz oben auf der Liste steht die Gebäudehülle, mit neuen Fenstern, Wärmedämmung und Putz. So können die Heiz- und Energiekosten reduziert werden. Außerdem sollen der Zugang barrierefrei gemacht und eine behindertengerechte Toilette eingebaut werden.

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