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Döbeln

Geld für Elektroantrieb

Die Wappenhenschstiftung unterstützt wieder Projekte mit benachteiligten Kindern. Aber das Geld wird knapper.

Carin Lau (v.l.) vom Töpelwinkel, Christa Matz vom Förderverein der Musikschule, Andrea Wolf vom Kinderschutzbund, Rolf Wittrin (M.), Anne Wolf und Lucius von der Landeskirchlichen Gemeinschaft haben die Zuschüsse entgegengenommen.
Carin Lau (v.l.) vom Töpelwinkel, Christa Matz vom Förderverein der Musikschule, Andrea Wolf vom Kinderschutzbund, Rolf Wittrin (M.), Anne Wolf und Lucius von der Landeskirchlichen Gemeinschaft haben die Zuschüsse entgegengenommen. © Dietmar Thomas

Döbeln. Das Zinstief macht der Wappenhenschstiftung zu schaffen. Trotzdem waren in diesem Jahr wieder rund 9.600 Euro für die Arbeit mit Kindern zu verteilen. Das Geld, das der Vorstand der Stiftung am Dienstagnachmittag übergab, geht dieses Mal an vier Antragsteller. 

Der Deutsche Kinderschutzbund erhält rund 2.300 Euro als Zuschuss für das Betreiben des Spielhauses an der Sankt-Georgen-Straße. Der Förderverein der Musikschule Döbeln hat 400 Euro bewilligt bekommen. Damit werden drei sozial benachteiligte junge Musiktalente gefördert.

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2.000 Euro holte Carin Lau, Chefin des Natur- und Freizeitzentrums Töpelwinkel ab. Das Geld wird wie in den Jahren zuvor für ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen der Döbelner Lernförderschule verwendet. Derzeit werden sieben Kinder einmal in der Woche in den Töpelwinkel geholt. 

„Wir kochen und basteln. Manche Kinder haben Probleme mit der Feinmotorik. Wir sind auch schon geklettert und mit dem Boot gefahren“, sagte Carin Lau. Auch einige Heimkinder seien in der Gruppe.

Auch die Gruppe „Döbelner Spürhunde“ der Landeskirchlichen Gemeinschaft kümmert sich um Kinder und Jugendliche. Mit dem 2.300 Euro Finanzzuschuss sollen Gegenstände für die Arbeit angeschafft werden. „Wir werden zum Beispiel unser Lastenfahrrad auf Elektroantrieb umbauen“, sagte Pastor Rolf Wittrin.

Die 536.000 Euro Kapital der Wappenhenschstiftung warfen bisher immer noch genügend Zinsen ab. „Der Sparvertrag läuft aber in diesem Jahr aus. Ende Juli müssen wir einen neuen abschließen, da sieht es nicht mehr so rosig aus“, sagte Kämmerer Gerd Wockenfuß. 

Eine Überlegung sei, die Zinsen aus der Bürgerstiftung der Stadt mit in den Topf zu werfen, sagte Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU). In der Bürgerstiftung sind derzeit etwas mehr als 50.000 Euro Kapital, die von drei Privatleuten, der Stadt und der Kreissparkasse stammen. Die Zinsen daraus stehen zur allgemeinen Verwendung.

Das Kapital der Wappenhenschstiftung stammt vor allem aus dem Verkauf des Gebäudes des ehemaligen Wappenhenschstifts an die Volkssolidarität. Der Wohltäter Wappenhensch, gestorben 1869, hatte testamentarisch festgelegt, dass mit seinem beträchtlichen Nachlass ein Erziehungsheim für arme Kinder betrieben werden soll. In diesem Sinne wird das Geld heute für die Arbeit mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen verwendet. Dem Ausschuss der Stiftung gehören der Oberbürgermeister, der Kämmerer, fünf Stadträte und zwei Vertreter der evangelischen Kirchgemeinde an.

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