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Geld für Löschteiche in Glashütte

Die Uhrenstadt möchte den Brandschutz in den Ortsteilen verbessern. Dafür werden andere Investitionen zurückgestellt.

© Egbert Kamprath

Von Maik Brückner

Glashütte. Wenn es im Ort brennt, sind sie goldwert: die Löschwasserteiche, Zisternen und die Teiche. Von denen gibt es insgesamt 38 im Glashütter Stadtgebiet. Die meisten wurden inzwischen in Ordnung gebracht, sagt Stadtwehrleiter Veith Hanzsch. Denn Glashütte hat in den letzten Jahren viel Geld dafür investiert.

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In diesem Jahr soll das Sanierungsprogramm fortgeführt werden. Auch der obere Löschteich in Hausdorf steht auf der Liste. Im Dezember ließ Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) offen, ob die Stadt dieses Vorhaben 2016 anpackt. Denn auch das Gelände rund um das Klubhaus wartet auf eine Neugestaltung. Nun ist die Entscheidung gefallen. Der Löschteich hat den Vorzug bekommen. „Er ist undicht“, sagt Hanzsch. Dreßler bezeichnet den Teich als „dringend sanierungsbedürftig“. Deshalb wird die Stadt für diese Arbeiten auch das Geld zur Verfügung stellen. Die Stadt rechnet mit Ausgaben in Höhe von 140 000 Euro. Eine Förderung gibt es nicht.

Die Sanierung des Hausdorfer Löschteiches ist nur eine von vier Maßnahmen, die Glashütte in diesem Jahr in Angriff nehmen will, um die Löschwasserversorgung zu verbessern, erklärt Dreßler. Auch der frühere Badeteich in Niederfrauendorf soll eine Frischekur bekommen. Um ihn zu ertüchtigen, kann Glashütte Fördergeld aus dem Hochwasserschadensbeseitigungs-Programm einsetzen, da dieser Teich beim Juni-Hochwasser 2013 beschädigt wurde.

Glashütte will zudem noch zwei Zisternen errichten. Eine wird in Rückenhain entstehen. Auch die ist notwendig. „In diesem kleinen Ortsteil steht bisher keine den Normen entsprechende Löschwasserversorgung zur Verfügung“, sagt Dreßler. Gegenwärtig gibt es dort nur einen Teich, der aber schwer zugänglich ist, ergänzt Stadtwehrleiter Veith Hanzsch. Darüber hinaus existiert in dem Mini-Ortsteil eine private Zisterne. Aus diesen Gründen soll nun ein städtischer, 96 Kubikmeter Wasser fassender Behälter gebaut werden.

Die gleiche Größe soll die Zisterne erhalten, die vor der Glashütter Grundschule entstehen soll. Hier nutzt die Stadt noch eine früher Klärgrube als Löschwasserbecken. Diese soll nun abgebrochen werden, um Platz für die Zisterne zu schaffen. Oberhalb des Behälters will die Stadt sechs Parkplätze für Lehrer und Erzieher schaffen. Beides wird rund 150 000 Euro kosten. Laut Dreßler hat der Freistaat signalisiert, dass die Stadt mit einem Zuschuss in Höhe von 37 000 Euro rechnen kann.

Alle vier Maßnahmen sind Teil des Haushaltsplans, den der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen hat. Schafft es die Stadt, dieses Löschwasser-Reservoir in diesem Jahr zu sanieren beziehungsweise zu errichten, dann wäre sie auf diesem Gebiet des vorbeugenden Brandschutzes ein ganzes Stück vorangekommen. Handlungsbedarf sieht Feuerwehrchef Hanzsch dann nur noch an den Teichen in Cunnersdorf und Hirschbach.