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Geld für Sanierung und Abriss

Stolpen bekommt erneut Fördermittel für die Innenstadt. Davon profitieren auch private Hausbesitzer.

Von Anja Weber

Wer in Stolpens Innenstadt ein Haus besitzt und das sanieren möchte, kann jetzt wieder Zuschüsse von der Stadt erhalten. Bislang waren diese Möglichkeiten ausgeschöpft. Doch mit dem neuen Sanierungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ können jetzt auch wieder Privatleute extra Geld für ihr Bauvorhaben erhalten. Der Stadtrat hat bereits festgelegt, welche Bauarbeiten im neuen Fördergebiet „Stolpen-Kernstadt“ finanziell unterstützt werden.

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Gesicherte Nahversorgung in der Elbgalerie
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Wer zum Beispiel sein Dach oder die Fassade erneuern möchte oder neue Fenster einbauen will, kann einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der Baukosten beantragen. Die Höchstsumme der Zuschüsse liegt bei 35 000 Euro. Unterstützt wird auch die Trockenlegung von Häusern, einschließlich Nebengebäuden. Mit der Höchstgrenze für die Sanierung der Gebäudehülle will die Stadt sichern, dass möglichst viele private Hauseigentümer in den Genuss der Fördermittel kommen.

Geld gibt es auch für abbruchbedingte Modernisierung und Instandsetzungsvorhaben an Brandmauern der Nachbargebäude. Das wird zu 100 Prozent gefördert. Die Höchstsumme wurde aber auch dafür auf 35 000 Euro begrenzt. Auch wer auf seinem Grundstück Ordnung schaffen und private Anlagen abreißen möchte, kann auf eine Förderung von bis zu 50 Euro je Quadratmeter hoffen. Die Höchstsumme ist wiederum auf 35 000 Euro festgesetzt.

Wer einen Zuschuss für einen Abriss in Anspruch nimmt, darf das Grundstück allerdings für mindestens zehn Jahre nicht mehr neu mit Mietwohnungen bebauen. Festgelegt wurde auch, dass die Fördermittel nicht zurückgezahlt werden müssen. Und noch eine gute Nachricht für alle privaten Hausbesitzer: Bei diesem Förderprogramm werden nach Abschluss auch keine Ausgleichsbeiträge fällig. Das Interesse an diesem neuen Programm ist offenbar groß. Mehrere Anträge wurden bereits abgerufen. Deshalb sollten sich Hausbesitzer möglichst schnell entscheiden, denn auch die Stadt Stolpen selbst möchte Fördermittel aus dem Programm für kommunale Vorhaben nutzen. Dazu gehört die weitere Sanierung des Stadthauses Markt 26, hier speziell des Hinterhauses.

Insgesamt 594 000 Euro bekommt Stolpen an Fördermitteln aus diesem Programm. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 297 000 Euro. Damit stehen fast 900 000 Euro zur Verfügung. Die Zuschüsse erhält die Stadt gestaffelt bis zum Jahr 2017. Demnach fließen in diesem Jahr 108 000 Euro. 2015 gibt es 128 000 Euro und 2016 gar 216 000 Euro aus dem Sanierungsprogramm. Im letzten Jahr kommen dann noch einmal 142 000 Euro Fördermittel dazu. Entsprechend diesen Summen können die Zuschüsse dann auf die verschiedenen Vorhaben verteilt werden. Bis zum Jahr 2019 müssen alle Projekte umgesetzt sein.

Um in das Programm aufgenommen zu werden, musste für das Gebiet ein Entwicklungskonzept aufgestellt werden. Damit die Zuschüsse möglichst effektiv eingesetzt werden können, wurde das Gebiet stark auf den Innenstadtbereich von Stolpen eingeschränkt. Ziel ist es, zentrale Versorgungsbereiche zu stärken, so unter anderem die Geschäfte und Gaststätten in der Innenstadt. Auch Standorte für Wirtschaft und Kultur können mit diesem Programm weiterentwickelt werden.

Das neue Gebiet in Stolpen umfasst etwa 7,8 Hektar. Das Planungsbüro unterbreitete ebenfalls schon Vorschläge für einzelne Objekte, die mit dem Geld saniert werden könnten.