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Geld für Schulumbau ist für Grützner Formalie

Neustadt. Die Frage nach den Fördermitteln für den Umbau des Gymnasiums empfindet der Bürgermeister inzwischen schon als penetrant.

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Von Heike Sabel

In schöner Regelmäßigkeit stellt einer der Stadträte aus der Fraktion der Neustädter für Neustadt die Frage, die Bürgermeister Dieter Grützner (CDU) jetzt fast den Geduldsfaden reißen ließ. Diesmal war es Peter Mühle, der wissen wollte, wie es mit den Fördermitteln für den Umbau des Gymnasiums zur Mittelschule aussehe. Schließlich habe man die Planungen dafür schon vergeben. „Ich empfinde die Frage als penetrant, wenn etwas vorliegt, werde ich Sie informieren“, antwortete sichtlich genervt Grützner. „Sie können sicher sein, dass der Umbau gefördert wird.“ Mit einem Blatt Papier, das sich die Stadträte hinter den Spiegel klemmen könnten, sei aber nicht vorm Frühjahr zu rechnen.

Das ist Klaus Anders zu spät. Der Neustädter für Neustadt-Fraktionschef und Bürgermeisterkandidat ist besorgt. „Wenn noch nichts in Sack und Tüten ist, sehe ich den Umzug im nächsten Jahr gefährdet“, ritt er sein Lieblingspferd. Er hat bereits angekündigt, für den Fall, dass die in Aussicht gestellten Fördermittel nicht fließen, für die Korrektur des Beschlusses zu kämpfen.

Das wäre dann die Korrektur der Korrektur. Denn der erste Beschluss vom April, wonach die Grundschule ins Gymnasium ziehen sollte, wurde wieder gekippt. Damit hatte sich schließlich doch Bürgermeister Grützner durchgesetzt, nachdem im ersten Anlauf die Neustädter für Neustadt einen Sieg davongetragen hatten.