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Geld für Wege und mehr

Für ein neues Förder-Projekt müssten auch Stolpener zahlen. Trotzdem gibt es Zustimmung.

Von Anja Weber

Die Stadt Stolpen will einen neuen Fonds für Wunsch-Projekte anzapfen. Dabei handelt es sich um den sogenannten Verfügungsfonds. Die Idee ist: Viele Leute zahlen Geld ein, auch die Stadt und der Freistaat, damit am Ende für viele auch wieder etwas herauskommt. Möglich ist das, weil die Stadt Stolpen in das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen wurde. Das Projekt wurde unlängst den Vermietern, Gastronomen und Gewerbetreibenden vorgestellt. „Grundsätzlich wollen alle mitziehen und sehen den Verfügungsfonds als Chance“, sagt Bürgermeister Uwe Steglich (FDP). Mit dem Programm eröffnen sich Möglichkeiten, an neue Finanzierungsquellen zu kommen, wie eben auch den Verfügungsfonds. Das Prinzip funktioniert so: Der Freistaat und die Stadt Stolpen zahlen jeweils 25 Prozent in den Fonds ein, die restlichen 50 Prozent müssen von Privatleuten aufgebracht werden, sei es in Geldleistungen oder auch in Sachleistungen, dazu zählen auch Arbeitsstunden. Aus diesem Fonds können dann zusätzliche Projekte bezahlt werden, für die es sonst keine Zuschüsse gibt.

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Die Stadt hat für dieses Jahr 25 000 Euro eingeplant. Um den privaten Anteil soll jetzt noch geworben werden. Erste Vorstellungen für Projekte gibt es ebenfalls schon. So könnte der naturkundliche Rundweg neu beschildert werden. Eine erste Kostenschätzung dafür geht von einem Bedarf von etwa 15 000 Euro aus. 7 500 Euro davon müssten von der Stolpenern selbst kommen, notfalls könnte die Summe aber auch von der Stadt übernommen werden.

Überwacht wird der Fonds von einem Gremium. Das stellt einen Plan auf, wie das Geld aus dem Verfügungsfonds angelegt wird. Und das Gremium überwacht im anschluss auch den Einsatz des Geldes.