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Auf Geld verzichten ist nicht so einfach

Mit seiner Idee überraschte Heidenaus Linken-Fraktionschef Räte und Verwaltung. Die Bürokratie steht dem guten Willen im Weg. Aber es gibt Alternativen.

Geld nicht zu wollen, kommt selten vor und ist schwieriger als gedacht, vor allem wenn man Stadtrat ist.
Geld nicht zu wollen, kommt selten vor und ist schwieriger als gedacht, vor allem wenn man Stadtrat ist. © SZ/Uwe Soeder

Es ist ein Antrag, der sich - nicht nur - in Corona-Zeiten gut macht. Steffen Wolf (Linke) kam damit kurz vor Ende der jüngsten Sitzung des Heidenauer Stadtrates am Donnerstagabend coronabedingt in der Aula der Oberschule. Und der Antrag sollte auch gleich noch behandelt werden. Der Vorschlag: Die nächsten drei Monate sollten die Räte auf ihre Sitzungsgelder verzichten. Das würde dem angespannten städtischen Haushalt zugute kommen.  Wolf sprach von Zeichen setzen und Beitrag leisten - sehr überraschend, wie sein CDU-Kollege Reno König bemerkte. "Es wäre ja schön gewesen, vorher schon mal davon zu erfahren", sagte er. Schließlich habe man vor der Sitzung - mit gebührendem Abstand - im Schulhof zusammengesessen. "Oder ist Dir das jetzt erst eingefallen?"

Egal wann Wolf das eingefallen ist, so einfach geht es nicht umzusetzen. Zwar hat keiner der Heidenauer Stadträte prinzipiell was dagegen, nur die Bürokratie. Denn einfach so verzichten können die Räte nicht auf das Geld, wohl aber so wie es einige bereits machen, ihre Sitzungsgelder spenden, wenngleich bisher niemand die Stadtkasse damit füllt.

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Heidenauer Stadträte erhalten monatlich pauschal 25 Euro sowie 40 Euro für die Teilnahme an einer Stadtratssitzung und 20 Euro für eine Beratung eines Ausschusses. Und den Antrag gleich am Donnerstag behandeln, geht schon mal gar nicht, stellte  Hauptamtsleiter Torsten Walther klar. Damit war die Sache erst einmal erledigt. Was die Räte mit ihrem Sitzungsgeld machen, bleibt nach wie vor ihnen überlassen. 

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