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Geld kommt für Leisnigs Johannistalstraße

Der Bescheid des Freistaats ist am Donnerstag im Rathaus eingetroffen. Sofort kann der Ausbau der Straße trotzdem nicht ausgeschrieben werden.

Schlechter kann die Leisniger Johannistalstraße nicht mehr werden. Am Donnerstag ist nun die Förderzusage vom Freistaat eingetroffen. Somit kann der Ausbau im Sommer endlich starten.
Schlechter kann die Leisniger Johannistalstraße nicht mehr werden. Am Donnerstag ist nun die Förderzusage vom Freistaat eingetroffen. Somit kann der Ausbau im Sommer endlich starten. © Norbert Millauer

Leisnig. Darauf haben die Stadträte und die Mitarbeiter der Verwaltung schon genauso lange gewartet wie die Autofahrer, die seit Jahren mit der immer schlechter werdenden Johannistalstraße vorliebnehmen müssen. Der Freistaat unterstützt den notwendigen Ausbau. Und zwar so, dass die Kommune keinen Cent dazu bezahlen muss, wenn die Rechnung aufgeht. Ohne diese Aussicht wäre Leisnig finanziell wahrscheinlich nicht in der Lage gewesen, das Projekt anzugehen.

Obwohl die Förderzusage inzwischen Schwarz auf weiß im Rathaus liegt, kann die Verwaltung noch nicht sofort mit der Ausschreibung starten. Dafür gibt es zwei Gründe, die Bauamtsleiter Thomas Schröder erklärt. „Zum einen haben wir kurzfristig noch einmal den Bestand der in der Straße liegenden Medien abgefordert“, sagt er. 

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Bei mehreren Baumaßnahmen hatten sich in der Vergangenheit und auch jetzt wieder auf dem Lindenplatz zusätzliche Erneuerungen und Umverlegungen nötig gemacht. Das soll nun gleich in die Ausschreibung einfließen, wenn es erforderlich sein sollte.

„Außerdem wollen wir noch auf die Vereinbarung vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr warten, der die sogenannte Einstandspflicht des Freistaates regelt.“ Dieses Papier habe der Kommune schon im vergangenen Jahr vorgelegen, allerdings mit Fristen, die die Verwaltung nicht akzeptiert hat. 

Dabei ging es um eine Instandsetzung der Straße binnen drei Jahren. „Das konnten wir aber gar nicht zusichern, weil die Finanzierung zu diesem Zeitpunkt völlig unklar war“, so der Amtsleiter. Er geht davon aus, dass die Verträge nun in den nächsten Tagen unterschrieben werden können.

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Die Johannistalstraße ist wie beispielsweise auch die äußere Chemnitzer Straße bis Mitte vergangenen Jahres eine Staatsstraße gewesen. Dafür hatte das Land Sachsen, vertreten durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, kurz Lasuv, die Unterhaltspflicht. Mit einer vom Freistaat initiierten Abstufung der Johannistalstraße ist die Verantwortung für Unterhaltung und andere Dinge wie beispielsweise den Winterdienst an die Stadt Leisnig übergegangen.

Vor dem Wechsel hat das Lasuv die Johannistalstraße nicht mehr in Ordnung gebracht. Um Schäden zu beheben, gibt es vom Land eine Einstandspflicht. Leisnig bekommt auf der Grundlage von Gutachten, bei denen der Zustand der übernommenen Straßen ermittelt worden ist, 130.000 Euro. 

„Damit können wir unseren Eigenanteil bezahlen“, sagt Thomas Schröder. Dieser liegt bei 15 Prozent und damit nach vorliegenden Kostenschätzungen bei 118.000 Euro. Insgesamt sind für den überwiegend grundhaften Ausbau 790.000 Euro kalkuliert.

Dieser soll dem Amtsleiter zufolge in einem Zug erledigt werden. Ursprünglich sei vorgesehen gewesen, in Abschnitten über zwei Jahre zu bauen. Davon sehe die Kommune allerdings ab – angesichts der Wichtigkeit der Straße. Sie verbinde unter anderem die Gewerbegebiete auf dem Muldenwiese und die am Rande der Stadt auf kürzestem Weg.

Diese Tatsache ist nach den Worten von Thomas Schröder eine wichtige Grundlage für die doch hohe Bezuschussung aus einem Wirtschaftsförderprogramm des Landes gewesen. Den Nachweis, dass die Johannistalstraße sozusagen Wirtschaftsstandorte verbindet, musste die Kommune im Vorfeld erbringen.

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Nach einer Ausschreibung im Mai könnten der Arbeiten im Juli/August starten. Für das Stück Johannistalstraße zwischen Einmündung Jahnstraße bis Ende Stadtwald ist ein grundhafter Ausbau vorgesehen, wobei die Fahrbahn vor allem im mittleren Bereich schmaler als bisher ausgelegt wird. Weiterführend soll sich auf beiden Seiten – also bis zum Olbrichtplatz und bis zur Ampelkreuzung – eine Oberflächenbehandlung der Straße anschließen.

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