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Gelder freigegeben für Gewerbetreibende

Bis 2020 sollen eine halbe Million Euro in Unternehmen fließen. 33 Förderanträge aus dem Zittauer Stadtzentrum liegen vor.

© Matthias Weber

Von Mario Heinke

Zittau. Die Europäische Union greift Zittauer Kleinunternehmen unter die Arme. Gewerbetreibende im Bereich Innenstadt können noch bis 2020 Fördermittel beantragen, die zur „wirtschaftlichen und sozialen Belebung benachteiligter Gemeinden in städtischen und ländlichen Gebieten“ beitragen sollen. Der Technische und Vergabeausschuss (TVA) des Stadtrats gab am Donnerstagabend in seiner Sitzung die ersten Mittel aus dem europäischen Fördertopf frei. So erhält das Unternehmen Theile & Wagner in der Reichenberger Straße einen Zuschuss zur Erneuerung der Wärmeversorgungsanlage in Höhe von 5 800 Euro, das sind 40 Prozent der förderfähigen Gesamtinvestition.

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Das Restaurant „Cavallino“ bekommt einen Zuschuss in Höhe von 6300 Euro für eine 16000 Euro teure Softeismaschine. Der bis dato probeweise laufende Betrieb und Arbeitsplatz am Standort Frauenstraße soll damit dauerhaft gesichert werden.

Die Stadtapotheke investiert in eine neue Automatiktüranlage, um die barrierefreie Zugänglichkeit zu gewährleisten und erhält dafür einen Zuschuss von rund 2400 Euro. In einer älter werdenden Gesellschaft und wegen des zunehmenden Angebots an betreutem Wohnen in der Zittauer Innenstadt sei dies unerlässlich, heißt es in der Beschlussvorlage.

Bereits im Februar beschloss der Stadtrat eine Förderrichtlinie. 40 Prozent einer Investition werden gefördert, so bleiben der größere Teil der Investition und das wirtschaftliche Risiko beim Unternehmer.

Bislang liegen 33 Anträge von Zittauer Gewerbetreibenden vor, erklärte Birgit Kaiser, Geschäftsführerin der Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft, den Stadträten. Die Gesellschaft bearbeitet alle Anträge, prüft die Förderfähigkeit, bereitet die Beschlussvorlagen für den TVA vor und zahlt die Mittel aus. Bis 2020 sollen so fast eine halbe Million Euro Fördergelder in Kleinunternehmen fließen. Die Stadt Zittau ist mit 15 Prozent Eigenanteil am Förderrahmen beteiligt. Die wirtschaftliche Entwicklung im städtischen Problemgebiet Zittau-Mitte soll mit den Geldern aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung verbessert werden. Zum definierten Problemgebiet gehört das Stadtzentrum innerhalb des Stadtrings und angrenzende Bereiche, wie die Bahnhofstraße im Norden, Teile von Zittau-West bis zur Goldbachstraße und von Zittau-Süd bis zur Schmalspurbahnstrecke.