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Sebnitz

Gelder für Hotels und Gaststätten gefordert

Die Tourismus-Branche braucht wegen der Corona-Krise ein Rettungsprogramm, sagt der Sebnitzer OB Mike Ruckh. Vorbild sei Thüringen.

Mike Ruckh (CDU), Oberbürgermeister von Sebnitz, hat Briefe an sächsische Minister geschrieben.
Mike Ruckh (CDU), Oberbürgermeister von Sebnitz, hat Briefe an sächsische Minister geschrieben. © Archivfoto: Steffen Unger

Der Sebnitzer Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU) hat mehr staatliche Unterstützung für die Hotels und Gaststätten gefordert. In einen Brief, den Ruckh sowohl an Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) als auch an Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) geschickt hat, appelliert der Sebnitzer OB an den Freistaat, ein eigenes sächsisches Rettungsprogramm für die Branche auf den Weg zu bringen, das ausdrücklich nicht nur aus Krediten besteht. 

"Jetzt geht es erst mal um das blanke Überleben unserer Betriebe", schreibt Ruckh über Hotellerie und Gastronomie in der Sächsischen Schweiz, die hier eine zentrale Rolle spielen. Dieses Überleben lasse sich nur durch nicht-rückzahlbare Zuschüsse gewährleisten. Die Gastwirte bräuchten zudem eine halbwegs gesicherte Perspektive, wann sie ihre Betriebe unter Auflagen wieder öffnen können. Sie waren mit die ersten, die angesichts der Corona-Krise schließen mussten und wissen bis heute nicht, wie es weitergeht. 

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In der Branche gebe es mittlerweile massive Existenzängste. Die zwischenzeitlich verabschiedeten Hilfsprogramme von Bund und Land reichten leider nicht aus. Als Vorbild nennt Ruckh Thüringen. Dort hat die Landesregierung ein Hilfspaket von 45 Millionen Euro angekündigt.  

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Noch etwas ist wichtig: Der Freistaat möge sich für eine Lockerung an der deutsch-tschechischen Grenze für Berufspendler einsetzen, bittet Ruckh. Denn selbst wenn Gaststätten und Hotels wieder öffnen dürfen - ohne ihr Personal aus Tschechien sind viele Betrieb in der Sächsischen Schweiz nicht arbeitsfähig.  

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