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Geldregen für das Dorfmuseum Markersdorf

170 000 Euro fließen in die Sanierung. Und der Museumsverbund hat in diesem Jahr noch viel mehr vor.

© nikolaischmidt.de

Von Constanze Junghanß und Jenny Thümmler

Der Garten ruft

Die Gartenzeit läuft aber nichts geht voran? Tipps, Tricks und Wissenswertes haben wir hier zusammengetragen. Vorbei schauen lohnt sich!

Große Freude beim Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund: Aus einem Fördertopf fließen 170 000 Euro in die energetische Sanierung des Dorfmuseums Markersdorf. Dabei sollen eine Brandmeldeanlage installiert und das Dach des Hauptgebäudes und der Waschküche saniert werden. Läuft alles wie geplant, werden die Bauarbeiten auch in diesem Jahr abgeschlossen. Verbundsgeschäftsführer Steffen Menzel sagt: „Der laufende Museumsbetrieb mit den zahlreichen Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekten wird auch während der Sanierungsarbeiten aufrecht erhalten.“ Auf eine Einschränkung weist der Geschäftsführer jedoch hin: „Die Veranstaltungsscheune auf dem Gelände kann in diesem Jahr nicht gebucht werden.“ Denn die Utensilien und Ausstellungsobjekte aus dem Haupthaus kommen während der Sanierung in die Scheune.

Auch wenn die Bauarbeiten im Dorfmuseum das größte Vorhaben in diesem Jahr sind, verfolgt der Museumsverbund weitere Projekte. Zum Beispiel in Königshain. Hier bemüht sich der Museumsverbund in Absprache mit der Gemeinde, den Lehrpfad zum Granitabbaumuseum zu übernehmen. Das beliebte und als Station auf der sächsischen Route der Industriekultur ausgezeichnete Museum oberhalb der Steinbrüche gehört seit vielen Jahren zum Museumsverbund, der zugehörige Lehrpfad zur Gemeinde. Letzterer befindet sich in einem schlechten Zustand. Ein großer Teil der Beschilderung ist kaputt, Wege sind nicht mehr in Ordnung und teils ebenso zugewuchert wie einige kleinere Gebäude aus der Granitabbauzeit an den Wegrändern.

Königshains Bürgermeister Siegfried Lange weiß um die Probleme am Lehrpfad. Bei einer Bestandsaufnahme kam heraus, dass vor allem die Beschilderung dringend instand gesetzt werden muss. Gemeinde und Museumsverbund arbeiten eng zusammen, haben bereits einen Fördermittelantrag für das Projekt gestellt und hoffen nun auf positive Antwort. Der Bürgermeister hat kein Problem damit, die Bewirtschaftung des Lehrpfads an den Museumsverbund zu übergeben. „Wir haben entsprechende Verträge auch zum Granitabbaumuseum. Und der Pfad gehört natürlich dazu.“ Dennoch wolle die Gemeinde den Weg erst wieder in Ordnung bringen, bevor er übertragen wird. Siegfried Lange hofft, dass das in diesem Jahr über die Bühne gehen wird. Museumschef Steffen Menzel hat auch schon die konkrete Umsetzung im Blick: „Notwendig sind dafür auch Helfer, die wir über das Jobcenter vermittelt bekommen müssten.“

Der Museumsverbund ist auf solche Arbeitnehmer über Fördermaßnahmen angewiesen. Denn in dem kompletten Verbund sind nur noch fünf Voll- und eine Teilzeitmitarbeiterin angestellt. Das ist eine Stelle weniger als noch im Vorjahr. Zum Verbund gehören das Ackerbürgermuseum Reichenbach, das Dorfmuseum Markersdorf, Schloss Krobnitz und in Königshain das Granitabbaumuseum. Das Aufgabenspektrum der Mitarbeiter reicht von der Pflege des 4,5 Hektar großen Krobnitzer Parks über mehr als 100 Ausstellungs- und Veranstaltungsorganisationen und -durchführungen bis hin zu Museumsarbeit

Dass der Museumsverbund eines der kulturellen Zugpferde in der Region ist, zeigen die Besucherzahlen: „Wir haben im Vorjahr erstmals mit 25 600 Besuchern die 25 000er Marke überschritten“, freut sich Steffen Menzel. In allen Einrichtungen, außer beim Ackerbürgermuseum, gab es mehr Gäste als in der Vergangenheit. Das Ackerbürgermuseum in Reichenbach als kleinste Einrichtung brachte es auf 275 Besucher. Da noch keine neuen Ein-Euro-Jobber beantragt werden konnten, öffnet das Museum derzeit nur noch am Wochenende. Der Heimatverein sichert diese Öffnungszeiten ehrenamtlich ab. Im Granitabbaumuseum gehen die Lichter ab Ostermontag wieder an. Die lange Schließzeit über den Winter war aber schon immer so, da das Museum mit seinem großen Außengelände im Winter schwer zugänglich ist.

In Krobnitz und Markersdorf dagegen läuft der Betrieb mit verkürzten Öffnungszeiten auch in der kalten Jahreszeit weiter. Mitmachtage, Kammerkonzert und Winterferienprojekte stehen bald auf dem Plan.

Termine: 1. Februar, 14 Uhr, Pralinenseminar Krobnitz; 8. Februar, 14 Uhr, textiler Mitmachtag Markersdorf; 8. Februar, 16 Uhr, Kammerkonzert Schmiede Krobnitz; Ferienangebote in beiden Einrichtungen ab dem 9. Februar. www.oberlausitz-museum.de

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