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Geldsegen für das Schloss Nöthnitz

Innerhalb kurzer Zeit sind knapp eine halbe Million Euro zusammengekommen. Das Geld wird dringend gebraucht.

Das Dach des Hauptgebäudes und des Turms muss dringend erneuert werden.
Das Dach des Hauptgebäudes und des Turms muss dringend erneuert werden. © Karl-Ludwig Oberthür

Nach Jahren des Stillstands geht es mit dem Schloss Nöthnitz in Bannewitz weiter voran. Seit Jahresanfang bemühen sich Besitzer Jan Horsky, die Gemeinde und einige Enthusiasten, die mittlerweile einen Förderverein gegründet haben, darum, das Anwesen wiederzubeleben. Dabei bekommen sie nun weiteren Aufwind. Aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes fließen 200 000 Euro für das Schloss. Diese Entscheidung fiel am Mittwoch im Haushaltsausschuss des Bundestages. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte sich persönlich für die Förderung eingesetzt.

Damit stehen neben Landesmitteln des Denkmalschutzes und dem Eigenanteil des Eigentümers insgesamt 430 000 Euro für die Sanierungsmaßnahmen im ersten Bauabschnitt zur Verfügung. „Damit kann die dringend notwendige Sanierung des Turmdaches sowie des Daches des Hauptgebäudes durchgeführt werden“, wie Jürgen Voitel, der Vorsitzende des Fördervereins, am Freitag mitteilte. Er zeigte sich überaus überfreut über die Zusage. „Dass dieses innerhalb weniger Monate überhaupt möglich wurde, ist insbesondere dem überaus großen Engagement des Landesamtes für Denkmalschutz zu verdanken.“

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Ziel des Vereins „Freunde Schloss Nöthnitz“ ist es, künftig alle kulturellen Veranstaltungen rund um das Schloss zu organisieren. Dazu ist bereits ein erstes Konzept über eine mögliche Nutzung des gesamten Schlossensembles erarbeitet worden. Das Konzept sieht das Schloss samt Wirtschaftsgebäuden und Park als öffentliches Kulturzentrum, in dem Platz für verschiedene Ausstellungen, Tagungsräume, ein Café und mehr vorgesehen ist. Für die Sanierung des Schlosses selbst ist Besitzer Jan Horsky verantwortlich. Er sagte bereits zu, das Denkmal in den kommenden Jahren Stück für Stück zu modernisieren.

Ihm gehören neben dem Schloss jedoch lediglich noch die Wirtschaftsgebäude, also Stellmacherei und Könneritz-Scheune. Ein ehemaliges Stallgebäude, das einzeln neben dem Hof steht, befindet sich genauso in fremdem Eigentum wie die einstige Orangerie oberhalb des Schlossparkes. Die wohl größte Herausforderung wird es also sein, die einzelnen Gebäude, die sich rings um das Schloss reihen, zu einem Komplex zusammenzufügen. Die Sanierung des gesamten Schlossensembles dürfte mehrere Millionen verschlingen. Die Finanzierung ist noch völlig offen.

Mit der jetzt erfolgten Fördermittelzusage kann aber immerhin ein erster Schritt gemacht werden. Wie Voitel mitteilt, unterstützt auch die Gemeinde Bannewitz die Entwicklung um das Schloss Nöthnitz mit allen Kräften. Sie sei gewillt, den Schlosspark durch einen Vertrag mit dem Schlossbesitzer langfristig zu übernehmen und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Am kommenden Donnerstag soll deswegen eine erste Begehung stattfinden.

Um das Schloss und die Ziele mit dem Anwesen bekannter zu machen, plant der Förderverein auch Großes für den Tag des offenen Denkmals am 8. September. Nach langen Jahren soll es erstmals wieder Führungen, Ausstellungen und Vorträge an dem Tag im Schloss geben.

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