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Geldspritze hilft Jänkendorfer  Feuerwehr

Im Gewerbehof haben die Kameraden künftig ihr Depot. Das soll 2020 eingeweiht werden.

Wehrleiter Sylvio Bachmann, Kreisbrandmeister Björn Mierisch und Bürgermeister Horst Brückner (v.l.) schauen zu, wie der vorhergehende Jänkendorfer Wehrleiter Günter Bachmann die Schatulle im Mauerwerk verschwinden lässt.
Wehrleiter Sylvio Bachmann, Kreisbrandmeister Björn Mierisch und Bürgermeister Horst Brückner (v.l.) schauen zu, wie der vorhergehende Jänkendorfer Wehrleiter Günter Bachmann die Schatulle im Mauerwerk verschwinden lässt. ©  André Schulze

Die Jänkendorfer Feuerwehr hatte über die Jahrzehnte schon eine Handvoll Gerätehäuser, in der sie ihre Technik unterstellte und die Kameraden sich umgezogen haben. Das Umziehen neben dem Einsatzfahrzeug ist auch heute noch in Jänkendorf notwendig. Denn außer der Fahrzeughalle und einem zusätzlich geschaffenen kleinen Schulungsraum hat das jetzige Depot den Kameraden nicht viel zu bieten.

Daran erinnerte am Donnerstag Günter Bachmann, der die Ortswehr ab 1993 zwanzig Jahre lang führte. 2013 übernahm sein Sohn Sylvio Bachmann die Leitung der Wehr. Günter Bachmann ist es auch, der am Donnerstag zur Maurerkeller greift, um die Schatulle zur Grundsteinlegung für immer im Mauerwerk verschwinden zu lassen. Gefüllt mit der Tagesausgabe der SZ, Münzen und weiteren Utensilien, wird die Hülse an den Tag der Grundsteinlegung in Jänkendorf erinnern.

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Für die Gemeinde Waldhufen als Bauherr und die Ortswehr als künftigen Nutzer war der Weg zum neuen Gerätehaus schwierig und langwierig. Daran erinnerte Bürgermeister Horst Brückner. Auch als es um den Standort ging, wurde heftig diskutiert. Nun wird das neue Haus Bestandteil des Gewerbehofes sein und hat eine zentrale Lage im Ort, sagt Brückner. Dafür mussten der Bauhof und ein Reifenhändler etwas Platz abgeben, damit der Neubau hochgezogen werden kann.

Dass das Leben den, der zuletzt kommt, nicht immer bestraft, sondern auch mal belohnt, diese Erfahrung hat die Gemeinde gemacht. Denn sie konnte vergangenes Jahr ihr Feuerwehrhaus weitaus günstiger finanzieren, als die Jahre zuvor geplant war. Wie Kreisbrandmeister Björn Mierisch sagte, hat der Landkreis 2018 zusätzlich 1,7 Millionen Euro für den Brandschutz vom Land Sachsen erhalten. Die Summe wurde aufgeteilt und so bekam auch das Jänkendorfer Bauvorhaben einen größeren Zuschuss. „Mit den dadurch eingesparten Eigenmitteln können wir die Innensanierung der Turnhalle in Nieder Seifersdorf voranbringen“, lobte Brückner den zusätzlichen Geldregen für die Gemeinde.

Mit dem neuen Feuerwehrhaus, das an die bestehende Lagerhalle angebaut wird, bekommt nicht nur die Technik mehr Platz, sondern auch die Kameraden. Zwei nach den Geschlechtern getrennte Umkleideräume werden durch zwei Sanitäreinrichtungen ergänzt. Ein angemessener Schulungsraum und ein Büro für den Wehrleiter runden die Innenausstattung ab. Damit können die Jänkendorfer Kameraden ihren Dienst nach den jetzt üblichen Standards nachgehen. 22 aktive Feuerwehrmänner und -frauen hat Jänkendorf sowie 14 in der Alters- und Ehrenabteilung, erzählt Wehrleiter Sylvio Bachmann. Dazu kommen noch sechs Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr. Sie werden zusammen mit der Diehsaer Jugendfeuerwehr ausgebildet. Für alle gilt, dass es erst in einem Jahr mit dem Einzug soweit sein wird. So lange braucht der Bau.

Nach dem Abriss der früheren Bauten auf dem Gelände durch Bauhofmitarbeiter und Feuerwehrleute war zur Grundsteinlegung das Fundament schon gesetzt. Wie der Bürgermeister sagte, steht als Nächstes die Vergabe des Rohbaues, des Daches und der Rüstung bevor. Im September will die Gemeinde die Gewerke für den Innenausbau ausschreiben, die das Feuerwehrhaus dann als Winterbaustelle nutzen können.

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