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Geldstrafe für Schläge

Vor Gericht hat ein junger Mann die Schläge gegen die Ex zugegeben. Ein unbeschriebenes Blatt ist er nicht.

Von Rolf Hill

Schläge gegen seine ehemalige Lebensgefährtin haben einen 24-Jährigen aus Ebersbach-Neugersdorf jetzt in Löbau vor Gericht gebracht. Körperverletzung und weitere Taten legte ihm der Staatsanwalt zur Last. Im Januar 2012 soll der Angeklagte seine damalige Freundin der gemeinsamen Neugersdorfer Wohnung bei einem Streit ins Gesicht geschlagen haben. Im November des gleichen Jahres habe er vor Wut den drei Jahre alten Computer durch die Wohnung geworfen und völlig demoliert. Außerdem habe er die junge Frau in diesem Zusammenhang als „Hure“ und „Schlampe“ beschimpft und andere Schimpfwörter benutzt. Die Taten räumte der Angeklagte ein. Allerdings habe er seine Ex lediglich auf den Arm und nicht ins Gesicht geschlagen. Der PC sei zu Boden gestürzt, weil er das Kabel aus der Steckdose gezogen hatte und das Gerät dabei mit zu Boden ging. Im Laufe der Auseinandersetzung könne es schon möglich gewesen sein, dass er Schimpfworte gebrauchte. Zwei weitere Anklagepunkte wurden im gegenseitigen Einvernehmen eingestellt. Es wäre aufwendig gewesen, die Geschädigte als Zeugin vorzuladen, da diese inzwischen in der Schweiz wohnt.

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Allerdings standen für den Angeklagten laut Auszug aus dem Bundeszentralregister schon mehrere Delikte zu Buche: Beleidigung, Diebstahl und Einbruch. Trotzdem beschränkte sich der Staatsanwalt in seinem Plädoyer auf eine Geldstrafe von 25 Tagessätze in Höhe von je 15 Euro. Richter Dr. Holger Maaß folgte dem Vorschlag.