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Gelungene Premiere für das Theaterzelt

Mit zwei Märchen starteten die Landesbühnen am Wochenende in Rathen in die Sommersaison. Die Inszenierungen sind toll, die Besucherzahlen noch nicht.

„Der gestiefelte Kater“ war das erste Stück im Theaterzelt in Rathen, mit Michael Berndt-Cananá als Kater und Alexander Wulke als König.
„Der gestiefelte Kater“ war das erste Stück im Theaterzelt in Rathen, mit Michael Berndt-Cananá als Kater und Alexander Wulke als König. © René Jungnickel

Ein gewitzter und kluger Kater, der sprechen kann, rote Stiefel trägt und keinesfalls „Mieze“ genannt werden möchte, sorgte am Sonnabend für den ersten stürmischen Beifall im Theaterzelt in Kurort Rathen. Michael Berndt-Cananá überzeugte in seiner Rolle ebenso wie Alexander Kasprik als Müllerbursche und lebensgroßes Rebhuhn, den der Kater mit Tammy Girke als Prinzessin verkuppelt. Der finale Kuss erfolgt getrennt durch ein Plexiglas, die Restriktionen im Zuge der Corona-Pandemie verschonen selbst Märchen nicht.

So desinfizierte der Kater auch das Gold, das ihm der König (Alexander Wulke) für die Rebhühner gab. Der Stubentiger kann sogar singen, und das gar nicht so schlecht, begleitet von Herr Orchester, dem Musiker Tobias Herzz-Hallbacher. Mit Jan Baake als Gast ist der Diener Gustav glänzend besetzt, der gleichzeitig Koch und Jäger sein muss, aber auch Wache, um sich selbst festzunehmen. Am Ende ist er der Zauberer, der sich in eine Maus verwandelt und vom Kater verspeist wird.

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Winnetou frisst also Old Shatterhand, so jedenfalls wäre die Besetzung im Karl-May-Abenteuer, wenn es denn in diesem Sommer auf irgendeine Bühne gekommen wäre, was wegen der staatlichen Verbote nicht möglich war. So treffen sich Berndt-Cananá und Baake eben in einem anderen, herrlich überdrehten Stück.

Exakt 124 Besucher zählten die Landesbühnen bei der ersten Vorstellung im Theaterzelt, am Sonntag bei „Der Frosch muss weg“ waren es 126. Angesichts der kurzfristigen Ansetzungen zeigte sich Intendant Manuel Schöbel nicht unzufrieden mit dem Ergebnis. 220 Plätze mit Hygieneabstand gibt es derzeit, 600 wären ohne diese Maßnahmen möglich.

Am Sonntag stiefelt der Kater erneut in Rathen über die Bühne, am Sonnabend gibt es ein Wunschkonzert. Am 4. Juli gastiert das Zwinger-Trio im Zelt, einer der Sänger ist Jürgen Haase, der in „Pettersson und Findus“ die Rolle des alten Mannes übernimmt. Premiere ist am 18. Juli. Auch da spielt ein Kater die Hauptrolle.

Theaterzelt Rathen, Tickets gibt es u.a. in den SZ-Treffpunkten, aber auch an der Tageskasse, alle Infos: https://www.landesbuehnen-sachsen.de/

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