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Gelungener Start für neuen Studiengang

An der Hochschule wird jetzt „Management im Gesundheitswesen“ gelehrt. Ex-Klinikum-Geschäftsführer Ekkehart Paditz doziert.

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Von Claudia Neubert

Der neue Bachelor-Studiengang Management im Gesundheitswesen an der Hochschule Zittau/Görlitz ist gut in sein erstes Semester gestartet. Von 178 Bewerbern lernen seit dem Herbst 20 junge Leute zwischen 18 und 26 Jahren wie Unternehmen im Gesundheitswesen arbeiten. „Ich habe mich auf jeden Fall richtig entschieden, das Studium wird immer besser“, erzählt Fanny Färber. Erste Anlaufschwierigkeiten in der Organisation und dem Studienablauf hätten die Studenten unbürokratisch mit ihren Dozenten lösen können. Als Studenten seien sie von vornherein aufgerufen gewesen, die praktische Ausführung „ihres“ Studiengangs mitzugestalten. „Das ist der Vorteil, ein Versuchskaninchen zu sein“, sagt die 18-jährige Marlen Kofahl.

Anders als die meisten ihrer Kommilitonen, die bereits über Berufserfahrung verfügen, kommt sie direkt von der Schule. Das ermögliche aber auch einen regen Austausch: Die einen erzählen aus dem Berufsalltag, die anderen haben Mathe kurz nach der Abi-Prüfung noch präsent. Wichtiger Bestandteil des Studiengangs sei das medizinische Modul, erklärt der zuständige Studiendekan Matthias Theodor Vogt. Bei einem Lateinkurs für Mediziner lernen die Studenten die wichtigsten Fachbegriffe.

Der ehemalige Geschäftsführer des Klinikums, Ekkehart Paditz, vermittelt zudem das nötige Praxiswissen. Neben Anatomie, Psychologie oder Diagnostik stehen Exkursionen auf dem Programm. Die Studenten konnten bei einer Operation im Dresdner Herzzentrum über die Schulter schauen, waren im Hygienemuseum und besichtigen das MVZ in Rothenburg.

Neben der Medizin stehen unter anderem Medizinrecht, Sozialversicherungswesen, BWL, Informatik, Wirtschaftsmathe, Personalmanagement und Kulturgeschichte auf dem Stundenplan. Dabei wird die Hälfte der Vorlesungen über den Studienverbund Dienstleistungswissenschaften abgewickelt.

Das heißt, dass Tourismus- und Kulturmanagementstudenten zusammen mit den Gesundheitsmanagern Fachgebiete wie BWL oder Recht büffeln. In differenzierten Übungen lernen sie dann das Spezifische ihres Studiengangs. So könne auch mit relativ wenigen Dozenten ein breites Angebot gemacht werden. „Zum sechsten Semester empfehlen wir ein Praktikum oder eine Spezialisierung wie zum Beispiel Controlling“, erläutert Vogt. Hierfür kooperiere die Hochschule mit dem Görlitzer Klinikum, wolle aber auch nach weiteren Partnern in der Region suchen. Grundsätzlich sollen sich die Studenten aber selbstständig einen Praktikumsplatz suchen. Zum Sommersemester soll auch die noch offene Professur besetzt sein.