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Gemeinde will Zentralhof kaufen

Ein großes Anwesen mitten in Ruppendorf ist zum Schandfleck geworden. Die Gemeinde will sich jetzt darum kümmern.

Von Franz Herz

Der sogenannte Zentralhof mitten im Klingenberger Ortsteil Ruppendorf ist zum Ärgernis geworden. Er steht seit der Wende fast durchgehend leer. Der Bauzustand wird immer schlechter. Auch drohen Gefahren für die benachbarten öffentlichen Wege. Nun will sich die Gemeinde um das marode 00Grundstück kümmern. Der letzte Besitzer ist 2010 gestorben und über seinen Nachlass wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.

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Mit dem Verwalter hat sich Bürgermeister Torsten Schreckenbach (Bürger für Klingenberg) geeinigt, dass die Gemeinde den Hof zu einem günstigen Preis kaufen kann. Im Haushalt für dieses Jahr sind dafür 3 500 Euro eingeplant. Über den Kauf hat der Rat auf seiner Sitzung am nächsten Dienstag zu entscheiden. Doch der Erwerb ist die kleinste Aufgabe. Danach bleibt sinnvollerweise nur der Abriss der großen Gebäude. Das hat die Gemeinde in ihrer Finanzplanung für 2017 vorgesehen. 400 000 Euro sind dafür eingeplant. Ob sie das Vorhaben anpacken kann, ist dann allerdings von Fördermitteln abhängig.

Der Zentralhof war früher einmal der Sitz der LPG und blieb lange Zeit Eigentum der Agrargenossenschaft. Sie hatte ihn aber kaum noch genutzt, nachdem sie in neue Räume an der Straße nach Paulshain umgezogen war.

2006 hat ein Landwirt aus Freital den Hof übernommen und bis zu seinem Tod eine kleine Tierhaltung betrieben. Doch dagegen gab es Proteste von Nachbarn. Der Eigentümer hat dann noch das Dach vermietet für eine Photovoltaikanlage. Doch mit deren Betreiber hat Schreckenbach schon gesprochen und ist zuversichtlich, dass die Gemeinde dafür eine Lösung findet, wenn es denn zum Abriss kommt.