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Gemeinderat kritisiert Naturschutzkonzept

Der Gemeinderat von Rosenthal-Bielatal hat den Entwurf zum Rahmenkonzept für das Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz einstimmig abgelehnt. Auf der jüngsten Sitzung wurde zwar die Mühe gewürdigt, mit der das Konzept erarbeitet wurde.

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Der Gemeinderat von Rosenthal-Bielatal hat den Entwurf zum Rahmenkonzept für das Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz einstimmig abgelehnt. Auf der jüngsten Sitzung wurde zwar die Mühe gewürdigt, mit der das Konzept erarbeitet wurde. Dennoch gäbe es für die Gemeinde einen entscheidenden Knackpunkt. In dem unter Federführung der Nationalparkverwaltung erarbeiteten Konzept heißt es, dass eine Notwendigkeit zur Erweiterung der bebauten Fläche „nicht erkennbar“ ist.

Das hält Gemeinderat Marco Löbel (CDU) glattweg für eine Provokation. „Das weiß doch jeder, dass es zu wenig Bauland in der Gemeinde gibt“, sagt er. Theoretisch gibt es zwar Flächen, die bebaut werden könnten. Das Angebot entspricht aber offensichtlich nicht der Nachfrage. Das beträfe auch nicht nur Häuslebauer, sondern auch Gewerbebetriebe. „Der Fliesenleger ist schon weg nach Leupoldishain“, sagt Steffen Baldauf (Freie Wähler). Weil man sich Entwicklungspotenzial offenhalten muss, wolle die Gemeinde dem Konzept nicht zustimmen. Damit würde man suggerieren, dass die Gemeinde damit einverstanden ist, dass es keine bauliche Entwicklung mehr gibt. Stattdessen gibt es aber Gesprächsbedarf. Direkten Einfluss auf das Rahmenkonzept hat die Gemeinde nicht. Sie muss aber angehört werden. (SZ/gk)