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Rietschen lässt "Kleine Strolche" nicht fallen

Die Gemeinderäte beschließen weitere Bauleistungen für die Kindertagesstätte. Ein CDU-Vorschlag wird aber abgelehnt.

Der Blick durch den Bauzaun zeigt, dass der Anbau der Integrativen Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ in Rietschen sichtbar Fortschritte gemacht hat.
Der Blick durch den Bauzaun zeigt, dass der Anbau der Integrativen Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ in Rietschen sichtbar Fortschritte gemacht hat. © Rolf Ullmann

Rietschen. Wenn die Erzieherinnen sowie die Mädchen und Jungen hin und wieder einen neugierigen Blick hinüber zum künftigen Anbau an ihrer Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ werfen, dann bleibt ihnen nicht verborgen, dass sich hier sichtbare Fortschritte vollzogen haben. Die Fenster sind in die Fassade eingebracht worden und die gesamte äußere Hülle zeigt sich schon in ihrer künftigen Gestaltung.

Zur Fortsetzung der Baumaßnahmen erteilten die Gemeinderäte auf ihrer jüngsten Sitzung daher den Zuschlag an die Rietschener Firma WESO Dachbau GmbH für die Arbeiten zur Abdichtung des Flachdaches. Für den Bau des Wärmedämmverbundsystems zeichnet die Firma BMK Reichwalde, Baubetrieb Frank Müller aus Boxberg verantwortlich. Beide Unternehmen hatten das jeweils wirtschaftlichste Angebot in der Ausschreibung abgegeben.

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Passende Möbel beschaffen

Für die Räumlichkeiten im künftigen Anbau ist es nun notwendig geworden, dafür die passenden Möbel zu beschaffen. Mit ihnen werden sowohl die Gruppenzimmer als auch die Schlafräume sowie die Waschräume und Garderoben ausgestattet. Dazu gesellt sich außerdem die Einrichtung des Leiterinnenbüros, des Elternsprechzimmers und des Personalraums.Diese Anschaffungen schlagen mit insgesamt 62.300 Euro zu Buche. Als förderfähigen Anteil erhält die Gemeinde Rietschen einen Zuschuss in Höhe 38.665 Euro. Davon steuert der Bund 12.000 Euro, das Land Sachsen 23.150 Euro und der Landkreis 3.515 Euro bei. Für den Bauherrn verbleiben damit 23.635 Euro als Eigenanteil. Da diese finanzielle Aufwendung nicht aus der Förderung der gesamten Baumaßnahme heraus möglich ist, beschloss der Gemeinderat, auf die Rücklagen der Gemeinde zurückzugreifen.

Weitere Beschlüsse während der Sitzung betreffen die Verteilung der bereitgestellten 10.000 Euro seitens der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) für die Vereinsförderung in diesem Jahr. Im Verlauf eines, in die Sitzung eingefügten nichtöffentlichen Teils, fassten die Gemeinderäte einen Beschluss zu einem eingereichten Antrag auf Unternehmensunterstützung in Folge der Corona-Krise.

Seit dem Januar 2013 beteiligt sich die Gemeinde Rietschen erfolgreich am European Energy Award (eea). In diesem Wettbewerb steht der sinnvolle und sparsame Umgang mit Energie im Zentrum. Eine erste Fortschreibung des Energiepolitischen Arbeitsprogrammes erfolgte 2015 für den Zeitraum bis 2020. Nun ist es notwendig geworden, die Weichen bis zum Jahr 2025 zu stellen. Durch die Realisierung von insgesamt 63 Maßnahmen soll auch künftig die effiziente sowie nachhaltige Energie- und Klimaschutzpolitik in der Gemeinde Rietschen fortgeführt werden.

Für die Konzipierung sowie die Umsetzung der durch den Gemeinderat beschlossenen Maßnahmen zeichnet das eea-Energieteam verantwortlich. Da Reinhard König als sachkundiger Einwohner dem Team nicht mehr zur Verfügung steht, macht sich die Berufung eines anderen sachkundigen Einwohners notwendig. Die CDU-Fraktion schlug dafür Helmut Perk vor. Er stand bereits schon einmal für diese Funktion als Kandidat bereit. Tilmann Havenstein begründete den Vorschlag zur Berufung von Helmut Perk. In zwei Runden einer geheimen Abstimmung entschieden sich die Gemeinderäte aber mehrheitlich gegen Helmut Perk, der dies mit großer Betroffenheit aufnahm.

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