merken
PLUS Weißwasser

Gemeindesaal hat's nötig

Die Inventur brachte es zutage: Für Sanierung und Ausstattung des Gemeindesaals in Gablenz werden dringend Mittel gebraucht.

© Foto: Tageblatt/Archiv

Von Sabine Larbig

Gablenz. Vor einigen Wochen wurden Geschirr, Bestecke, Kaffeemaschinen, Tischdecken, Gardinen, Rollos und Mobiliar gezählt. „Bei der Hauptinventur kamen allein drei Seiten zusammen, die aufführen, wie viel und was wir an Tassen, Tellern und Gläsern im Gemeindesaal zur Nutzung vorrätig haben“, erläuterte Dirk Thorausch, Vorsitzender des Sozialausschusses der Gemeinde, in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause.

Anzeige
Digital Marketing Manager gesucht
Digital Marketing Manager gesucht

Die Zukunft ist digital. Bist du bereit? Hier wartet dein neuer Job als Digital Marketing Manager in Vollzeit. Arbeitsort Zittau.

Die Ausstattungsgegenstände sind notwendig. Denn im Gemeindesaal von Gablenz werden nicht nur offizielle Veranstaltungen wie der Neujahrsempfang des Bürgermeisters veranstaltet. Hier finden ganzjährig auch Veranstaltungen von Vereinen, die traditionelle Frauentagsfeier, Weihnachtsfeier, Tanzabende, kulturelle Höhepunkte sowie private Feste und Familienfeiern statt. Immerhin kann man den Saal mit Bühne, Garderobe, voll ausgestatteter Küche und Theke auch mieten.

Doch der Gemeindesaal und sein Inventar sind in die Jahre gekommen, wie die letzte Hauptinventur zeigte. Neben unvollständigen Geschirr-, Gläser- und Bestecksätzen zeigte sich, dass auch die Gardinen dringend erneuert werden müssen. Laut Dirk Thorausch, der bei der Inventur nicht nur dabei war, sondern als Ausschussvorsitzender dafür auch den Hut auf hatte, sei es zudem an der Zeit, eine Beameranlage sowie Verdunkelungen für die Fenster anzuschaffen. Außerdem empfahl er in diesem Zusammenhang den Einbau von Dimmschaltern. „Und es muss eine Überprüfung der Elektroanlage erfolgen, damit nicht irgendwann bei Veranstaltungen der Strom ausfällt, weil drei Kaffeemaschinen gleichzeitig laufen“,erklärte Thorausch.

Wichtig sei ebenfalls eine Sanierung des Parketts, da die letzte Überarbeitung bereits 11 Jahre her sei.

Überhaupt sei die Inventurliste samt aufgeführten Mängeln und Bedarfen lang. Für Thorausch steht daher außer Frage, dass der neue Gemeinderat sich mit der Thematik Gemeindesaal befassen muss und sollte. Seiner Meinung nach müsse ebenfalls geprüft und festgelegt werden, was neu anzuschaffen ist oder aber ausgesondert werden kann.

„Ich empfehle dem Sozial- und Finanzausschuss und dem neuen Gemeinderat für 2020 daher unbedingt Geld für den Gemeindesaal einzuplanen und auch zu prüfen, ob es möglicherweise für größere Vorhaben wie die Parkettsanierung auch Fördermittel gibt“, gab Dirk Thorausch zu bedenken. Angesichts der Haushaltslage der Gemeinde Gablenz und ihres Ortsteils Kromlau dürften langfristig geplante Investitionen in den Gemeindesaal eigentlich kein Problem sein. Zum einen, weil die Gemeinde eine der wenigen im Nordbereich des Landkreises Görlitz ist, die keinen Antrag auf Bedarfszuweisungen durch den Freistaat Sachsen gestellt hat, weil ihr Haushaltsplan inklusive Haushaltssatzung für 2019 genehmigt und ausgeglichen ist. So jedenfalls verkündete es Johannes Rakel, Vorsitzender des Finanzausschusses in der letzten Sitzung des alten Gemeinderats. „Unser Haushalt ist vom Landratsamt genehmigt und es wurde festgestellt, dass die Gemeinde Gablenz über eine geordnete Haushaltswirtschaft verfügt.“

Möglicherweise sehen die neuen Räte dadurch – so wie Dirk Thorausch - die

Möglichkeit und Notwendigkeit, nach vielen Jahren nun auch wieder etwas Gemeindegeld in den gut genutzten aber in die

Jahre gekommen Gemeindesaal zu investieren.

Mehr zum Thema Weißwasser