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Gemischte Gefühle vor dem EKZ-Umbau

Ab Februar wird das Center modernisiert. „Toom“ und „Euronics XXL“ sind unmittelbar betroffen.

Von Thomas Drendel
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Alexander Weder (li.), stellvertretender Marktleiter des Elektronikmarktes Euronics XXL, und Mike Helbig, Inhaber des Toom-Baumarktes sind vom Umbau des EKZ direkt betroffen. Sie hoffen, dass dei Einschränkungen so gering wie möglich ausfallen.
Alexander Weder (li.), stellvertretender Marktleiter des Elektronikmarktes Euronics XXL, und Mike Helbig, Inhaber des Toom-Baumarktes sind vom Umbau des EKZ direkt betroffen. Sie hoffen, dass dei Einschränkungen so gering wie möglich ausfallen. © René Meinig

Eine Woche noch, dann schließt das Einkaufszentrum EKZ in Radeberg. Die meisten Geschäftsinhaber räumen bereits jetzt ihre Läden aus. Ab 2. Februar übernehmen die Bauleute.

Das große Hämmern und Sägen findet allerdings nur im EKZ-Hauptgebäude direkt an der Badstraße statt. Der Baumarkt Toom im hinteren Teil des Einkaufsgebietes wird nicht umgestaltet. Er bleibt die gesamte Zeit über geöffnet. Das Gleiche gilt für den großen Elektronikmarkt Euronics XXL unmittelbar daneben.

Doch auf das, was jetzt auf den Inhaber des Toom-Marktes Mike Helbig und den stellvertretenden Marktleiter von Frequenz Alexander Weder und ihre Mitarbeiter zukommt, blicken sie mit gemischten Gefühlen. „Die Supermärkte Aldi oder Konsum und auch vielen anderen Geschäfte haben eine große Zahl von Kunden ins EKZ gebracht. Viele von ihnen sind dann auch zu einem Einkauf bei Toom oder bei Euronics XXL gekommen oder haben sich einfach bei uns umgeschaut. Während der Umbauphase wird uns diese Laufkundschaft fehlen“, sagt Mike Helbig.

Obwohl im Toom-Baumarkt und im Euronics XXL-Gebäude keinerlei Bauarbeiten stattfinden, könnte die Sanierung im EKZ auch Auswirkungen auf sie haben. Beonders am näher gelegenen Toom-Markt werden auf den Parkplätzen Baumaschinen rangieren. Erste Baucontainer wurden bereits aufgestellt. „Schon jetzt, eine Woche vor dem eigentlichen Start der Arbeiten, wurden Leitungen verlegt. Eine Zufahrt zu unseren Parkplätzen war teilweise nicht möglich. Was ist, wenn eine Zufahrt vollständig dicht ist, dann erreicht uns hier niemand mehr“, sagt Mike Helbig.

Parkplätze sind da

Er und Alexander Weder haben den Wunsch, „dass wir rechtzeitig erfahren, wenn Parkplätze nur eingeschränkt nutzbar sind. Dann müssten Hinweisschilder für unsere Kunden aufgestellt werden“, sagt Mike Helbig. „Wichtig ist, dass die Radeberger wissen, dass wir geöffnet haben und auch die Parkplätze vor unseren Häusern zur Verfügung stehen.“ Da das Toom-Gebäude auch organisatorisch zum EKZ gehört, regt Mike Helbig an, dass noch mehr für sein Markt geworben wird. „Vielleicht mit Fahnen an der Badstraße. Wir sind ja mit unseren mehr als 7000 Quadratmetern der größte Mieter und dazu noch in einem eigenständigen Gebäude.“ Für ihn fällt der Umbau auf ein ungünstiges Jahr. „Wir haben 2010 den Toom-Baumarkt hier eröffnet, sind jetzt also zehn Jahre an dem Standort. Das könnten wir eigentlich feiern, ob es ein großes Fest wird, ist angesichts der Bauarbeiten noch nicht klar.“

Grundsätzlich begrüßen die beiden den Umbau. „Mit dem Supermarkt Edeka, dem Discounter Aldi, dem Drogeriemarkt, Bistro, Modeanbietern und vielen anderen Geschäften ist ein guter Mix gelungen, der die Anziehungskraft den Einkaufszentrums sich er noch erhöhen wird“, sagt Alexander Weder. Auch von der Gestaltung des neuen Centers sind die beiden begeistert. „Modern, der Zugang wird einfacher, dadurch dass die steilen Rampen abgeflacht werden“, sagt Alexander Weder.

Was sich verändert

Mike Helbig hofft, dass der geplante Eröffnungstermin im November eingehalten werden kann. „Das würde uns sehr helfen. Ich wünsche mir auch, dass es dann einheitliche Öffnungszeiten gibt und nicht wie bisher, das eine Geschäft um 18 Uhr schließt, das nächste um 20 Uhr. Ein gutes Beispiel ist da der Elbepark.“ Alexander Weder ergänzt dazu noch: „Vielleicht gibt es ja zur Neueröffnung des Centers ein Fest, an dem wir uns auch gerne beteiligen würden.“ – Im eigentlichen EKZ-Gebäude an der Badstraße wird es ab Anfang Februar erstmal richtig laut. Nach Angaben v on Matthias Schrade, Vorstand der Defama Deutsche Fachmarkt AG werden die Bauleute das Einkaufszentrum komplett entkernen. Die Aufteilung im Innern wird grundlegend verändert. Es müssen unter anderem Wände und Leitungen entfernt werden. Anschließend erfolgt Neuaufbau. Dann wird es beispielsweise die lange Passage nicht mehr geben. An vielen Stellen werden große aufschiebbare Glaswände installiert. Die Eingänge in das Center rücken näher zusammen.

Voraussichtlich im Frühjahr beginnen die Außenarbeiten. Die Fassade erhält an der Eingangsseite eine Klinkerwand. Insgesamt investiert die Defama mehr als neun Millionen Euro in den Umbau. Kunden können künftig im Discounter Aldi und in einem Kik-Modegeschäft einkaufen. Größter Mieter im Haus wird ein Edeka-Markt werden. Außerdem zieht der Drogerie-Markt DM in das Einkaufszentrum ein. Biomarkt, das Centerbistro, Uhren/Schmuck, Frisör, Reisebüro und Blumenladen sind ebenfalls vertreten.

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