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Genug geredet, handeln tut not

Sebastian Beutler über die Lage am Wilhelmsplatz in Görlitz

Symbolbild
Symbolbild © Montage: SZ-Bildstelle

Es ist ein gutes Zeichen, wenn über den Wilhelmsplatz diskutiert wird. Denn es zeigt, dass die zentrale Anlage mitten in Görlitz den Einwohnern nicht egal ist. Doch debattiert ohne Ziel ist nun genug. Es wird Zeit, dass auch Entscheidungen getroffen werden.

Dazu aber muss die Lage erst noch einmal in aller Wahrheit und Klarheit beschrieben werden. Gesichert scheint, dass hin und wieder in der wärmeren Jahreszeit der Platz zu Fußballspielen genutzt wird, sowohl von Deutschen als auch von Ausländern. Ziemlich klar auf der Hand sind auch Lärmbelästigungen, die entweder bei Sport und Spiel auftreten, oder gezielt durch laute Musik, herumkrakeelen oder dergleichen mehr erzeugt werden.

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Und genauso offensichtlich ist es, dass gerade das Areal in den Büschen rund um das Opfer-Denkmal für alles mögliche genutzt wird, was das Leben ausmacht. All diese Erscheinungen treten nicht ständig auf, aber massiert in der schöneren Jahreszeit. Zur Wahrheit gehört auch, dass viele Nutzungen der Wiese nicht gut tun, vor allem das Fußballspielen.

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Und den umlaufenden Rabatten sowieso nicht. Deswegen sollte endlich Klarheit geschaffen werden. Kurzfristig heißt das: Wenn die Stadträte auch künftig Fußballspielen auf dem Wilhelmsplatz zulassen wollen, dann sollte die Bepflanzung eingestellt werden. Das wäre konsequent. Denn für einen Bolzplatz sind keine Rabatten nötig. Die eingesparten Mittel könnten für die Bewirtschaftung von Uferpark und Brautwiesenbogen genutzt werden. Wenn aber der Wilhelmsplatz weiter bepflanzt wird, dann sollte Fußballspielen untersagt werden. Picknicks sollten aber dem Rasen auch weiterhin nicht schaden. Langfristig ist endlich eine Nutzung und Gestaltung des Wilhelmsplatzes zu entwickeln. Am besten ab Herbst mit allen Beteiligten, eine Auftakt-Bürgerversammlung in der Aula des Curie-Gymnasiums wäre sinnvoll. So könnte mit der Zeit wieder Frieden am Wilhelmsplatz einziehen.

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