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Georg der Bärtige trifft auf Dornröschen

Sie leuchten in kräftigen Farben – die Rosen, die auf liebevoll gestalteten Grußkarten zu sehen sind. Die druckfrischen Karten hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz herausgeben. Im Hintergrund der blühenden Rosen sind Mauern der Klosterruine Heilig Kreuz in Meißen zu erkennen.

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© hübschmann

Sie leuchten in kräftigen Farben – die Rosen, die auf liebevoll gestalteten Grußkarten zu sehen sind. Die druckfrischen Karten hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz herausgeben. Im Hintergrund der blühenden Rosen sind Mauern der Klosterruine Heilig Kreuz in Meißen zu erkennen. Rechtzeitig vor dem Rosenfest in der Klosterruine ist eine erste Lieferung eingetroffen, freut sich Helge Landmann. Gemeinsam mit Geschäftsführerin Christiane Bense bereitet der Chef des Vereins Hahnemannzentrum das Rosenfest zum zehntem Mal vor.

Die Jubiläumsveranstaltung sollen die Besucher am 13. Juni als eine Art Theaterfestival erleben. Wie in den vergangenen Jahren hat Christiane Bense Ergebnisse regionalgeschichtlicher Forschungen als Vorlage für ein Historienspiel genommen. Überlieferte oder wissenschaftlich erkundete Fakten bettet sie ein in Geschichten um Persönlichkeiten um das, was sie in ihren Lebenszeiten bewegte oder trieb, heute zu verdeutlichen.

Für das Rosenfest-Jubiläum beschäftigte sie sich intensiv mit Georg dem Bärtigen, der nicht nur als eifriger Gegner der Reformation in die Geschichte einging. In Meißen wurde er 1471, dem Jahr des Baubeginns der Albrechtsburg, geboren. Seine Mutter, Sidonie von Böhmen, hatte Georg stets in seinem katholischen Glauben bestärkt. So lässt sich auch erklären, warum der Herzog von Sachsen immer wieder nach Meißen kam. Nach seinem Tod 1539 fand er in der Georgskapelle im Dom zu Meißen seine letzte Ruhestätte.

„Meißen galt Georg immer als Rückzugsort, hier konnte er sich besinnen“, berichtet Helge Landmann. Unter dem Titel „Glaube, Liebe, Hoffnung“ können die Rosenfest-Besucher Episoden aus Georgs Leben verfolgen. Nicht als Posse, aber dennoch als „etwas zum Anschauen“ werden Mitglieder der Meißner Theatergruppe „Die Wandelbaren“ die Episoden an verschiedenen Orten der Klosterruine zeigen. Um 14.30 Uhr und 16.30 Uhr werden Georg und weitere historisch überlieferte Persönlichkeiten in Erscheinung treten. Für die musikalische Begleitung des Historienspiels sorgen das Ensemble „Musica Sporcka“ aus dem tschechischen Jaromer. Das Jugendstreichorchester der Musikschule F. A. Spork wird mit verschiedenen Werken aus Renaissance und Barock zu hören sein und anschließend zum Tanz aufspielen.

Und: Wie es sich für ein Theaterfestival gehört, wird Georg der Bärtige nicht die einzige Figur bleiben, der die Besucher in zwei Wochen in der Klosterruine begegnen können. Die Gäste aus Tschechien werden auch das Märchen vom Dornröschen aufführen. Die Theatergruppe „Immerdieselben“ aus Sörnewitz inszeniert ein buntes Märchenrätsel im Klostergarten. Aus Pirna werden die „Theatermacher“ erwartet. Die Kinder und Jugendlichen haben innerhalb eines sozialen Theaterprojektes den „Sommernachtstraum“ nach William Shakespeare einstudiert. Künstler, Handwerker und Kreative gestalten einen Markt. Das Speiseangebot reicht von Roseneis, Rosentorte und -bowle bis zu Suppen, Bratwurst oder vegetarischen Gerichten. (SZ/da)

www.hahnemannzentrum-meissen.de