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Geplante Asylbewerberunterkunft unter Wasser gesetzt

In der Nacht zum Sonntag drehten Unbekannte in der alten Häslicher Schule sämtliche Hähne auf. Die Polizei ermittelt.

© R. Löb

Dass das geplante Asylbewerberheim im Haselbachtaler Ortsteil Häslich nicht willkommen ist, verraten bereits die Banner an den Gartenzäunen der Nachbarn. „Asylheim - Nein Danke!“ prangt zum Beispiel auf einem der weißen Tücher mit dicker, roter Schrift. Doch das sich ein Vorfall, wie am Sonntagmorgen ereignen wird, damit hatten selbst die Anwohner nicht gerechnet.

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„Schon frühzeitig rückte ein Polizeiauto nach dem anderen an“, erzählt beispielsweise Johann Hoffmann, der direkt gegenüber wohnt. Er hatte das Geschehen genau beobachtet, konnte sich aber nicht genau erklären, was in der alten Häslicher Schule vor sich ging. „Man hat sich erzählt, hier wären Einbrecher am Werk gewesen und hätten im ganzen Haus die Wasserhähne aufgedreht“, so der Rentner weiter. Ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz sagte gestern Mittag dazu: „Der Vorfall ist der Polizei bekannt, das Operative Abwehrzentrum setzt sich derzeit mit dem Sachverhalt auseinander“. Genauere Einzelheiten könne man aber noch nicht preisgeben. Fakt ist aber: Auch ein Fährtenhund kam am Sonntag zum Einsatz. Er verfolgte eine Spur, die sich in der Nachbarschaft verlor. Eine Nachbarschaft, in der die Pläne für ein künftiges Asylheim nicht gerade gern gesehen sind. 35 Flüchtlinge sollen hier ab 1. März diesen Jahres (SZ berichtete am 16. Januar)) untergebracht werden. Das Landratsamt hatte in der vergangenen Woche die Anwohner informiert, dass der Eigentümer des Gebäudes seine Räumlichkeiten dafür vermieten würde.

Der Umbau des Hauses ist bereits vor einigen Tagen gestartet. „Es kann doch aber nicht sein, dass man hier mit Baumaßnahmen anfängt, ohne vorher einmal mit den Anwohnern zu sprechen“, beklagt sich unter anderem Johann Hoffmann über die Vorgehensweise der Behörden. Doch das jemand zu solchen Mitteln greift und einen Anschlag auf das geplante Heim ausübt, konnte sich auch der Rentner nicht vorstellen. Hoffmann hoffe, „dass am heutigen Dienstagabend in einer Versammlung Klarheit geschaffen wird und man endlich auch Interesse an der Meinung der Bürger zeigt.“ Die SZ ist vor Ort und berichtet morgen aktuell darüber. (RL)

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