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Großenhain

Eine Frage des Vertrauens

Das Gerätehaus soll dieses Jahr zwar gebaut werden. Doch zu den Kosten gab es jetzt noch einmal eine Aussprache.

Einen Tag vor der Landtagswahl wurde der Grundstein für das Gerätehaus Niegeroda gelegt, u. a. mit Bürgermeister Hoffmann (2.v.r.) und Kreisbrandmeister Ingo Nestler (r.).
Einen Tag vor der Landtagswahl wurde der Grundstein für das Gerätehaus Niegeroda gelegt, u. a. mit Bürgermeister Hoffmann (2.v.r.) und Kreisbrandmeister Ingo Nestler (r.). ©  Anne Hübschmann

Niegeroda. Rund 432 000 Euro sind für den Gerätehausneubau in Niegeroda kalkuliert. Der Freistaat steuert 360 000 Euro an Förderung bei, die Gemeinde Lampertswalde legt geplant 150 000 Euro dazu. Macht eine Gesamtsumme von 510 000 Euro. Die Kommune hätte also noch Luft nach oben. Dennoch befasste sich vorige Woche der Hauptausschuss u. a. mit den kalkulierten Preisen. 

Eingeladen war Planer Frank Weser aus Ortrand. Dessen Kalkulation löste Fragen aus. Für die Erschließungskosten mit Baustelleneinrichtung, Erdarbeiten und Regenwasserleitung setzte Frank Weser 40 000 Euro an. Der günstigste Bieter lag bei 45 000 Euro. Das machte die Räte stutzig für die weiteren Lose. Denn alle zusätzlichen Kosten belasten den derzeit schmalen Haushalt von Lampertswalde. 

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Gebaut werden soll in Niegeroda eine Doppelgarage mit Umkleideräumen, WC, Versammlungsraum und genügend Parkplätzen. Der moderne Blechbau löst zwei alte Minigaragen in Oelsnitz und Niegeroda ab, die schon lange nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften entsprechen.

Doch nun hieß es, dass für die Bodenplatte zuerst statische Aufträge nötig seien. Die sollen laut Bürgermeister Wolfgang Hoffmann in der Ratssitzung am 17. September vergeben werden. Und zwar sowohl für die Bodenplatte als auch für den Gebäuderohbau. „Wir brauchen auch Abwasser und Strom, diese Kostengruppen sind in der Hauptausschusssitzung den Räten dargelegt worden“, versichert Hoffmann. Für ihn gehen die Preise für die grundhafte Erschließung in Ordnung, das Treffen mit Planer Weser sei dementsprechend keine Krisensitzung gewesen.

 Wolfgang Hoffmann hofft, dass nach der Vergabe für die Erdbauarbeiten die Bodenplatte noch im Oktober oder November gegossen werden kann und das Gebäude ein Winterbau wird. Im Frühjahr/Sommer 2020 soll er übergeben werden. Gemeinderat Bernd Richter ist da anderer Meinung. Er findet die Planung überzogen. „Die Gemeinderäte erwarten die richtigen Zahlen“, fordert er. 

Einer Verschiebung der Ratssitzung vom 17. September, bei der er nicht dabei sein kann, sei abgelehnt worden. Allerdings werden zu diesem Termin auch die Plätze in den Ausschüssen verteilt. Bernd Richter, der für den Männergesangverein im Gemeinderat sitzt, wünscht sich einen Technischen Ausschuss, damit die Gewählten umfassend in solche Bauvorhaben eingebunden werden. 

Planer Frank Weser betont, dass es hier auch um eine Frage des Vertrauens geht. Die Kosten seien auf alle Fälle im Limit, und nach der jetzigen Erklärung hätten das auch alle Gemeinderäte verstanden. Er fertige die Vergabevorschläge nach bestem Wissen und Gewissen.

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