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Gerd wartet auf einen Pflegeplatz

Der Riesaer Obdachlose hat zwar derzeit ein Dach über dem Kopf – die endgültige Lösung ist das aber noch nicht.

Der 63-jährige Gerd, der über anderthalb Wochen in einer Bushaltestelle übernachtete, ist derzeit in einer leerstehenden Immobilie der Stadt Riesa in Merzdorf untergebracht. Dafür wurde mit dem Betreuer des Obdachlosen ein Nutzungsvertrag geschlossen, sodass die Minustemperaturen keine Gefahr für ihn bedeuten würden, sagte Stadtsprecher Uwe Päsler auf Nachfrage der SZ. „So besteht die Möglichkeit, durch den Betreuer entsprechende Pflegeleistungen zu beantragen.“ Und: „Wir gehen davon aus, dass nach einer entsprechenden ärztlichen Begutachtung ihm künftig die notwendige medizinische Hilfe zukommen wird.“ Der Betreuer habe der Stadtverwaltung zugesichert, ständig mit der Stadt und dem Polizeivollzugsdienst Kontakt zu halten, um gefährliche Situationen in Zukunft zu vermeiden. Nach SZ-Informationen gibt es einen Unterbringungsbeschluss für betreutes Wohnen, den das Amtsgericht Riesa ausgestellt hat. Damit kann der Betroffene, sollte er sich weigern, auch unter Zwang eingewiesen werden. Bislang hat sich allerdings kein Pflegeheim gefunden, das ihn aufnimmt.

Gerd war unter anderem aus dem Obdachlosenheim und der Feuerwache Riesa geflogen, weil er die Betreuer und Feuerwehrleute beschimpft haben soll. (SZ/ost)

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