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Dresden

Gereinigte Sandsteine schon wieder beschmiert

Illegale Sprüher kennen seit Jahren kein Pardon. Der Stadt fehlt aber das Geld, um die verschandelten Flächen an der Albertbrücke reinigen zu lassen.

Mit viel Aufwand waren die Stützwände, Treppen und der Pavillon an der Albertbrücke instand gesetzt worden. Die frisch gereinigten Sandsteinflächen sind aber schon wieder mit wilden Graffiti verunstaltet.
Mit viel Aufwand waren die Stützwände, Treppen und der Pavillon an der Albertbrücke instand gesetzt worden. Die frisch gereinigten Sandsteinflächen sind aber schon wieder mit wilden Graffiti verunstaltet. © René Meinig

Die Stadt hat viel unternommen, um die 1877 fertiggestellte Albertbrücke wieder in einen guten Zustand zu bringen. Bis 2016 wurden dafür insgesamt rund 27 Millionen Euro investiert. Seit Juni vergangenen Jahres wird noch die mittlerweile ausgetrocknete Unterseite in Ordnung gebracht. Auf der Neustädter Seite wurden dabei die Fläche unter dem ersten Bogen, der Elberadweg in diesem Bereich und auch die Stützwände, Treppen sowie der elbaufwärts liegende Pavillon instand gesetzt.

Doch dort sind die frisch gereinigten Flächen schon wieder beschmiert. Das ist nicht nur unter, sondern auch auf der Albertbrücke so. Nach der Übergabe wurden dort die schönen Sandsteinbrüstungen beschmiert. Im Juni vergangenen Jahres hatte sich das Straßenbauamt dazu entschlossen, rund 6.000 Euro aus dem knappen Budget zu investieren, um die wilden Graffiti beseitigen zu lassen. Doch wenige Tage danach prangten dort schon wieder solche Sprühereien. Jetzt, ein gutes Jahr später, gibt es fast keine Brüstung auf der Albertbrücke, die nicht durch solche Schmierereien verunstaltet ist.

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Sanierung Unterseite Albertbrücke, Neustädter Seite Albertbrücke, Dresden, Foto: Rene Meinig
Sanierung Unterseite Albertbrücke, Neustädter Seite Albertbrücke, Dresden, Foto: Rene Meinig © René Meinig

Die Zahl der als Straftaten eingestuften Graffiti-Schmierereien an Brücken sowie Stütz- und Lärmschutzwänden ist auf über 100 jährlich gestiegen. Dadurch entstehen Schäden von 50.000 bis 60.000 Euro pro Jahr. Nur wenn Graffiti-Sprüher gefasst werden, zahlen sie für den Schaden. Beim Großteil ist das aber nicht der Fall. So bleibt die Stadt auf den Kosten sitzen.

„In absehbarer Zeit ist es nicht vorgesehen, sie zu beseitigen“, sagte Brücken-Abteilungsleiter Andreas Gruner vom Straßenbauamt. Denn das müsste aus den für die Instandsetzung vorgesehenen Geldern bezahlt werden. Die seien jedoch so knapp, dass noch nicht einmal die Pflichtaufgaben an den Brücken erfüllt werden können.

So mussten die kombinierten Stahlbau- und Korrosionsschutzarbeiten am Blauen Wunder auf 2021 verschoben werden, da die Finanzierung des 27 Millionen Euro teuren Projekts noch unklar ist. Geplatzt ist auch der für September geplante Baustart an der Carolabrücke. Die Stadt bekommt den beim Freistaat beantragten Zuschuss von 3,9 Millionen Euro nicht. Jetzt will sie die Instandsetzung des desolaten elbaufwärts liegenden Brückenzuges aus eigener Tasche bezahlen. Stimmt der Stadtrat zu, könnten wenigstens diese Arbeiten im November dieses Jahres beginnen.

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