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Gericht verhandelt tödlichen Unfall

Der Fall hat im vergangenen Oktober ganz Reichstädt erschüttert. Jetzt stimmt das Amtsgericht die Termine für den Prozess ab.

Beamten vom Verkehrsunfalldienst der Polizei Dresden, ein Gutachter der Dekra und Mitarbeiter der Verkehrsunfallforschung der TU Dresden haben nach dem tödlichen Unfall im vergangenen Oktober die Unfallstelle untersucht.
Beamten vom Verkehrsunfalldienst der Polizei Dresden, ein Gutachter der Dekra und Mitarbeiter der Verkehrsunfallforschung der TU Dresden haben nach dem tödlichen Unfall im vergangenen Oktober die Unfallstelle untersucht. © Marko Förster

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie die Justiz eine Straftat behandelt. Wenn das öffentliche Interesse nicht so groß ist und keine hohe Strafe zu erwarten ist, kann eine Anklage auch ohne öffentliche Verhandlung mit einem Strafbefehl abgeurteilt werden. Anders sieht das aber bei schweren Fällen aus, wie es der tödliche Unfall im vergangenen Oktober in Reichstädt war. Hier geht es nicht ohne öffentliche Gerichtsverhandlung.

Dazu wird es in Kürze kommen. Die Staatsanwaltschaft hat beim Amtsgericht Dippoldiswalde Anklage wegen der Trunkenheitsfahrt erhoben. Hier ist Strafrichterin Daniela Höllrich für das Verfahren zuständig. Sie hat inzwischen die Anklage geprüft und diese Woche die Eröffnung des Hauptverfahrens beschlossen. "Sie ist derzeit dabei, mit den Beteiligten die Verfahrenstermine abzustimmen", informierte Rainer Aradei-Odenkirchen, der Leiter des Amtsgerichts Dippoldiswalde.

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Zweiter Polizeieinsatz mit Sonderkommando

Der Unfall, bei dem in der Nacht zum 13. Oktober ein Ehepaar, das an der Straße entlang zu Fuß nach Hause ging, von einem Autofahrer mit Alkohol im Blut erfasst worden ist, hatte schlimme Folgen. Der Mann wurde schwer verletzt. Seine Frau starb noch an der Unfallstelle. Der Fall erregte in Reichstädt danach noch weiteres Aufsehen. Der Fahrer des Unfallautos ist am Tag danach mit einer Waffe in einen Garten gegangen. Das hatte die Befürchtung ausgelöst, dass er sich etwas antun könnte. Deswegen rückte die Polizei mit einem Spezialeinsatzkommando an. Das musste allerdings nicht mehr eingreifen. Der Mann hatte schon seine Waffe hergegeben und ist vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht worden. 

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