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Gericht tagt auf Bernstadts Hotel-Baustelle

Das Verwaltungsgericht Dresden will in der Klage um die Baugenehmigung für das Stöcker-Hotel Brauner Hirsch nicht nur vom grünen Tisch aus entscheiden.

Der Braune Hirsch auf dem Markt von Bernstadt soll wieder Hotel werden. Dagegen klagt eine Anwohnerin. Das Gericht schaut sich die Sache jetzt vor Ort an.
Der Braune Hirsch auf dem Markt von Bernstadt soll wieder Hotel werden. Dagegen klagt eine Anwohnerin. Das Gericht schaut sich die Sache jetzt vor Ort an. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Seit Jahren klagt eine Bernstädterin gegen die Baugenehmigung für das im Wiederaufbau befindliche Hotel Brauner Hirsch in Bernstadt. Nun wird die zuständige Kammer des Verwaltungsgerichtes Dresden in dieser Angelegenheit eine Verhandlung an ungewöhnlichem Ort abhalten: "Am 17. September findet um 13 Uhr ein Ortstermin statt", erklärt Gerichtssprecher Robert Bendner. Das heißt, sowohl Richter und Gerichtsmitarbeiter als auch die Vertreter der beiden Parteien werden sich am und im Hirsch treffen und ein Bild von der Lage machen - was aus einem Dresdner Gerichtssaal sicherlich weitaus schwieriger wäre. Der Landkreis als Beklagter hat bereits auf Nachfrage bestätigt, das ein Vertreter bei der Verhandlung vor Ort sein werde.

Die Kritik an der Erteilung der Baugenehmigung steht schon seit rund drei Jahren im Raum. Außerdem hatte sich die Klägerin auch gegen den Bebauungsplan der Stadt, der mit den Hotelplänen in Zusammenhang steht, gewandt. Vor rund einem Jahr hatte sich der Stadtrat Bernstadt mit den Einwendungen konkret befassen müssen, aber alles gemäß der Vorarbeit des beauftragten Ingenieurbüros abgelehnt. Nun folgt die Frage nach der Rechtmäßigkeit der vom Kreis erteilten Baugenehmigung, die bei Gericht liegt.

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Was konkret die Klägerin vor dem Verwaltungsgericht gegen die Baugenehmigung ins Feld führt, ist nicht ganz klar. Bei ihrem Einspruch zum Bebauungsplan ging es ihr aber unter anderem um drohende Verkehrs-, Lärm- und Lichtbelastung, Flächenversiegelung, Parkplatzprobleme sowie fehlende Radonmessungen im Zusammenhang mit den Bauarbeiten. Ein Teil dieser Themen wird sich vermutlich auch in der Kritik an der Baugenehmigung wiederspiegeln. Ob mit dem Vor-Ort-Termin auch der Fall abgeschlossen wird, ist noch nicht absehbar.

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