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Geschenk für das Bad in Schmölln

Nur mit Spenden kann die für diese Anlage so typische Brücke wieder aufgebaut werden. Ein Aufruf – und es kommt Hilfe.

Von Constanze Knappe

Die Stahlkonstruktion für die neue Brücke im Freibad Schmölln steht. Karsten Müller , Vorsitzender vom Bad-Förderverein, ist die Freude anzumerken. Vereinsfreunde und er helfen auch selbst: Sie arbeiten die Planken der alten Brücke auf; das Holz wird gereinigt und gestrichen. Zur Ergänzung werden Planken gekauft und außerdem jede Menge Schrauben, um aus der Stahlkonstruktion wieder eine Brücke zu machen.

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Im vergangenen Herbst hatte ein Gutachter festgestellt, dass die alte Brücke über das Schwimmerbecken nicht mehr den Sicherheitsanforderungen entspricht. Sie wurde deshalb abgerissen. Eine neue aufzustellen, kam für die Gemeinde, der das Bad gehört, vorerst nicht infrage. Geld fehlt. Auch ohne die Brücke könne das Bad betrieben werden, sagt Bürgermeister Steffen Schmidt (Freie Wähler). Das ist so, meint auch Karsten Müller. Aber die Brücke über das Schwimmerbecken gehöre nun mal zum Bild des Freibades Schmölln. Um sie wieder aufzubauen, startete deswegen der Vorstand des Fördervereins einen Spendenaufruf. „Offenbar sehen viele das genauso. Wir waren überrascht von dem großen Zuspruch“, sagt der Vereinsvorsitzende. 7 000 Euro hat der Badverein inzwischen als Spende an die Gemeinde überwiesen. Im Gemeinderat ist man dankbar und beschloss, dass die Gemeinde erst einmal Geld drauflegt, damit der Auftrag für 8 335 Euro vergeben werden konnte.

Ehe die Metallbaufirma Schöne aus Bischofswerda jedoch Anfang April loslegen konnte, schachteten Mitglieder des Fördervereins Gruben aus und setzten die Fundamente. So das Wetter mitspielt, soll bis zur Eröffnung des Bads am 18. Mai alles fertig sein. Das gilt nach den Worten des Bürgermeisters auch für den Spielplatz. Und für die Dosieranlage fürs Chlor. Die Gemeinde lässt sie erneuern. Rund 15 000 Euro kostet das. „Es gibt kaum noch Ersatzteile und solche Anlagen sind technisch längst weiterentwickelt“, begründet der Bürgermeister die Investition. Aber vor allem: Ohne eine solche technische Anlage sei kein Badbetrieb möglich. Neue Spielgeräte für das Bad anzuschaffen, hatte auch der Gemeinderat beschlossen, nachdem das große Holzschiff abgebaut werden musste.

Im Einzugsgebiet des Freibads leben nach Aussage von Schmölln-Putzkaus Bürgermeister etwa 6 000 Menschen. Je nach Wetterlage werden pro Saison zwischen 10 000 und 12 000 Besucher gezählt. Die Einnahmen von 19 000 Euro allein reichen aber nicht, um das Bad zu finanzieren. Dennoch steht die Gemeinde auch weiterhin dazu. Wetterbedingt könne zumeist an 60 der 90 Öffnungstage gebadet werden. Steffen Schmidt hofft natürlich, dass es in dieser Saison ein paar mehr werden. Zwei Bademeister wurden Anfang April eingestellt. Sie sind seitdem mit der Vorbereitung für die Saison beschäftigt.

2004 war der Förderverein für das Bad Schmölln gegründet worden: Sozusagen als „Aufschrei der Bürger“, die das Freibad in Schmölln erhalten wollten. Seitdem wurde so einiges auf die Beine gestellt – zur Verschönerung der Anlage und für Veranstaltungen. Drei stehen 2014 wieder im Kalender: das Kinderfest am 1. Juni mit freiem Eintritt für alle Kinder, das Badfest am 16. August und die Adventskalenderwanderung am 6. Dezember durch Schmölln. Zur Finanzierung der Vorhaben, hauptsächlich aber für den Bau der Brücke, hofft der Förderverein auf weitere Spenden.

Spendenkonto: Förderverein des Freibads Schmölln-Putzkau, IBAN: DE62855500001099992105 BIC: SOLADES1BAT, Verwendungszweck: Spende Brücke