SZ +
Merken

Geschenk zur 780-Jahrfeier von Bischofswerda

Stimmt, was die Kinder sagen? Die SZ fragte Oberbürgermeister Erler.

Teilen
Folgen

Halten Sie’s für denkbar, Reste des alten Rathauses, die bei den Grabungen am Altmarkt freigelegt wurden, zu sanieren, so, dass man dort feiern kann?

Wir haben uns auch in der Richtung Gedanken gemacht. Im Moment sieht es aber so aus, dass keiner der alten Keller mehr intakt ist. Ein Wiederaufbau macht wenig Sinn. Wir denken jetzt nach, ob sich alte Steine bei der Gestaltung des neuen Marktes verwenden lassen.

Die Kinder meinen, Führungen durch die Grabungsstätte wären gut. Hätten Sie darauf auch Lust?

Habe ich, und zu den Schiebocker Tagen werden wir dazu Gelegenheit bekommen.

Auf den neuen Markt müssen Büsche und Bäume, meinen die Schulkinder. Denken Sie daran?

Der neue Markt wird auf alle Fälle begrünt, aber in Maßen.

Asphalt sei praktischer, sagt ein Schüler. Ist es denkbar, den Markt nicht zu pflastern?

Das nicht, aber es wird so gepflastert, dass man gut laufen und besser Fahrrad fahren kann als jetzt.

Den Kindern gefallen die dunklen Wände in ihrer Grundschule nicht. Es soll ja gebaut werden. Wann genau geht es los?

In diesem Jahr werden am Schulkomplex Kirchstraße die Toiletten saniert. Und abhängig davon, ob wir Fördermittel bekommen, werden danach das Dach und die Fassade der Schule erneuert.

Die Geräte auf dem Spielplatz im Lutherpark sind nicht in Ordnung. Kennen Sie das Problem?

Ja, aber ich nehme den Hinweis trotzdem gern mit und will sagen, dass es mich ärgert, warum die Spielgeräte in diesem Zustand sind: Sie werden seit Jahren mutwillig zerstört. Ðer Stadt fehlt das Geld für aufwendige Reparaturen.

Die Kinder erinnern Sie daran, wie gefährlich die „Stadtautobahn“ Lutherstraße ist. Wann wird hier endlich gebaut? Gibt es Neuigkeiten?

Ich habe das zuständige Ministerium in Dresden wieder darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es ist, dass der Knoten Kamenzer/Muntschickstraße sowie entlang der Lutherstraße zwei Querungshilfen gebaut werden. Ich habe jetzt Hoffnung, dass daraus 2006 etwas wird. Dann könnte wie geplant die Fahrtrichtung für die Kamenzer Straße geändert werden. Wenn wir es gleichzeitig schaffen, den Altmarkt bis 2007 zu sanieren, hätten wir ein schönes Geschenk zur

780 -Jahrfeier von Bischofswerda.

Das Gespräch führte Gabriele Naß