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Geschenkt: Ein Mal pro Woche knackiges Obst und Milch

Über ein EU-Programm erhalten 19 Kitas und Schulen der Region kostenlos gesundes Essen. Auch fürs Mittagsessen ist gesorgt.

So wie Jamie aus Hartha freuen sich viele Kinder auch über frisches Obst und Gemüse. Dank eines EU-Programmes gibt es das sogar kostenlos in der Schule oder Kita.
So wie Jamie aus Hartha freuen sich viele Kinder auch über frisches Obst und Gemüse. Dank eines EU-Programmes gibt es das sogar kostenlos in der Schule oder Kita. © Archiv: Dietmar Thomas

Region Döbeln. Ein knackiger Apfel aus der Heimat zum Frühstück, oder ein warmes Mittagessen – nicht jede Familie kann sich das leisten. Mithilfe des Bundes und der EU wird das geändert. So erhalten 19 Kindereinrichtungen und Schulen aus der Region auch im nächsten Schuljahr kostenlos frisches Obst und Gemüse aus der Region sowie Milch.

Die Teilnehmer an dem EU-Programm wurden vor kurzem bekannt gegeben. Erneut geschafft hat es die Grundschule „Am Weinberg“ in Roßwein. Diese erhält damit auch im Schuljahr 2020/21 einmal pro Woche Obst und Gemüse aus Sachsen von einem Anbieter aus der Nähe von Oschatz. Montags und mittwochs wird der gesunde Snack jeweils zum Frühstück den Schülern serviert. „Wir sind schon mehrere Jahre mit dabei. Hatten auch schon mal Milch“, heißt es aus der Schule. Bei den Kindern und Eltern komme die Aktion gut an.

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Für das Programm der EU müssen sich die Einrichtungen bewerben. Insgesamt 682 Kitas und Schulen sind für das neue Schuljahr zugelassen worden. Neben der Grundschule aus Roßwein freuen sich unter anderem auch die Grundschulen in Leisnig, Sitten, Technitz, Döbeln-Ost, die Albert-Schweizer-Schule in Roßwein sowie die Regenbogen- und Schlossbergschule in Döbeln über kostenlose Milch- oder Obst- und Gemüselieferungen. 

Darüber hinaus haben es elf Kitas aus Döbeln, Waldheim, Hartha, Leisnig und Roßwein in das Programm geschafft. Als Lieferanten aus der Region zugelassen worden sind die Biogärtnerei Auenhof aus Ostrau, Omega Sorg aus Waldheim sowie Michael Alscher vom Rewe-Markt in Leisnig.

Über 670 Anträge auf warmes Essen

Spezielle für Kinder aus bedürftigen Familien gibt es derzeit neue Regelungen in Bezug auf das Bildungs- und Teilhabepaket. So können Eltern für ihre Kinder auch dann ein kostenloses warmes Mittagessen beziehen, wenn diese aufgrund des coronabedingten eingeschränkten Betriebes in den Schulen noch nicht wieder in der Bildungseinrichtung sind.

Das Essen werde dann laut Informationen des Landratsamtes nach Hause geliefert. Die Kosten dafür würden (zunächst) vom Landkreis übernommen, informierte Pressereferentin Peggy Zill. Genutzt werden kann das Angebot von den Familien, die Anspruch auf Leistungen aus dem Paket haben. Gültig sein soll die Regelung zunächst bis zum 31. Juli. Es gebe jedoch eine Verlängerungsmöglichkeit für den Bund bis zum 31. Dezember 2020.

Rund 1.300 Kinder und Jugendliche haben im Februar über den Bereich Soziales am Landratsamt Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket in Anspruch genommen, informierte Pressereferentin Peggy Zill. Die Zahlen für März bis Mai seien nicht repräsentativ. Hinzukommen noch diejenigen, die Leistungen über das Jobcenter sowie die Ausländerbehörde erhalten.

Mehrheitlich würden Anträge auf das Schulpaket mit 150 Euro gestellt sowie auf die Kostenübernahme für das Mittagessen in Schule, Hort oder Kindertagespflege. Für Februar sind bisher über 670 Anträge auf das gemeinschaftliche Mittagessen abgerechnet worden. Bisher gebe es eine Familie, die das Angebot der Lieferung des kostenfreien Mittagsessens nach Hause in Anspruch nehme, so Zill weiter. Die Kosten für das Essen an sich werden dem Landkreis vom Bund erstattet.

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