SZ +
Merken

Geschichten aus Meißen

Geschichten zur Wende zeigt der Ausstellungsbus, der seit gestern an der Neugasse steht. Anhand zahlreicher Exponate gibt die Schau „Unser Aufbruch“ in dem 18 Meter langen Bus Einblicke in den Alltag vor 20 Jahren.

Teilen
Folgen

Geschichten zur Wende zeigt der Ausstellungsbus, der seit gestern an der Neugasse steht. Anhand zahlreicher Exponate gibt die Schau „Unser Aufbruch“ in dem 18 Meter langen Bus Einblicke in den Alltag vor 20 Jahren.

So zeigt die Schau Eingaben von DDR-Bürgern, Ausreiseanträge oder das Gästebuch zur Ausstellung „Kehrseiten“, die im Mai 1989 in der Meißner Frauenkirche den Verfall in der historischen Altstadt von Meißen dokumentierte.

An einer der fünf Multimedia-Stationen begegnet der Ausstellungsbesucher auch der Meißner Architektin Antje Hainz, die sich im Wendeherbst beim Neuen Forum engagierte. „Die Macher der Ausstellung waren wohl durch einen MDR-Bericht über das Kuratorium ,Rettet Meißen Jetzt!‘ auf mich gekommen“, berichtet Antje Hainz, die in der Ausstellung auch darüber Auskunft gibt, wie Vertreter des Neuen Forums 1989 Wünsche der Meißner für ihre Stadt sammelten.

Mit Geschichten wie diesen will die Schau zeigen, „wie sich die friedliche Revolution in der DDR konkret vollzogen hat“, erklärt Andreas Schumann von der Staatskanzlei, der den Bus in Meißen gestern eröffnete. Um sich schnell über die Ereignisse vor 20 Jahren in ihrer Region zu informieren, können die Besucher eine digitale Sachsen-Karte interaktiv nutzen.

Meißen ist die zweite Station der Wanderausstellung, die bis zum Herbst in 30 Orten Sachsens hält. Nächste Woche rollt der Bus nach Berlin, um die Schau bei den Feiern zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes zu zeigen. Harald Daßler

Der Ausstellungsbus an der Neugasse kann bis zum Montag täglich zwischen 10 und 18 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.