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Geschickter Dreh für den Bierzug

Die Macher werben nun auch an der Eibauer Hauptstraße. Mit ihrer Idee wollen sie auch Gerüchten vorbeugen.

Von Carina Brestrich

Hunderte Hände helfen in diesen Wochen mit, damit der Bierzug am letzten Juni-Wochenende auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg wird. Doch für die jüngste Aktion in Vorbereitung auf das Festwochenende waren gerade mal vier Hände nötig – und ein Akkuschrauber. Mehr haben Bierzug-Organisator Stefan Kubitz und der Neugersdorfer Werbefachmann Jan Weber jedenfalls nicht gebraucht, um die zwei großen, bedruckten Tafeln an der B 96 aufzubauen. An den beiden Ortseingängen wird nämlich ab sofort auch die Werbetrommel für das Festwochenende gerührt.

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Dort prangen die Schilder jetzt auf zwei überdachten Holzständern, die in ihrer Art an vielen Ortseingängen stehen und die Gäste des Ortes begrüßen. Bisher wurde in Eibau auf das hiesige Schwarzbier hingewiesen. Nun aber machen sie auf den Eibauer Bierzug aufmerksam. Und zwar im selben Design, in dem auch die Flyer und die Internetseite gehalten sind. „Warum wir nicht schon früher auf die Idee mit den Schildern gekommen sind, kann ich mir selbst nicht erklären“, sagt Stefan Kubitz. Immerhin kommen täglich Hunderte Autos an den Schildern vorbei. Die Wahrscheinlichkeit, dass da der ein oder andere hinguckt, ist also hoch.

Deshalb wollen die Bierzug-Macher die Schilder gern auch dauerhaft an den Ortseingängen stehen lassen. Dazu sind die Schilder so ähnlich beschaffen wie die beiden Aufkleber, die auf zwei Trucks der Eibauer Spedition Priebs aufgebracht wurden. So muss nicht nach jedem Bierzug das gesamte Schild getauscht werden. „Stattdessen wird lediglich der Teil der Beschichtung mit den Termindaten abgelöst und durch das neue Bierzug-Datum ersetzt“, erklärt Stefan Kubitz.

Dass die Schilder auf diese Weise einen Stammplatz am Ortseingang bekommen können, hat auch einen anderen Vorteil: „Nach jedem Bierzug fragen die Leute immer, ob es denn im nächsten Jahr wieder einen geben wird. Es wird da immer viel gemunkelt“, sagt Stefan Kubitz. Zur Antwort braucht er die Leute jetzt nur auf die Schilder an der Bundesstraße zu verweisen. Ob sie dort tatsächlich immer stehen werden, oder ob die Gemeinde Kottmar die Holzgerüste zeitweise mit anderen Schilder ausstattet, ist offen. „Wir sind auf jeden Fall flexibel“, sagt Stefan Kubitz.