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„Geschuftet wie die Schweine und deshalb saugut!!!“

Die 12. Klasse des Gymnasiums Niesky feierteihren letzten Schultag.

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Von Franziska Philipp

Noch nie waren die Schüler freiwillig so gerne und so früh aufgestanden: Freitag um 6 Uhr trafen sich die verkleideten Abiturienten am Schulgebäude Zinzendorfplatz.

Mit Wasserpistolen, Trillerpfeifen und sonstigen geräuschvollen Instrumenten wurde den Schülern der elften und siebten Klassen, die derzeitig wegen der Bauarbeiten im Nebengebäude Bahnhofstraße am Zinzendorfplatz untergebracht sind, ein teilweise nasser und lautstarker Empfang bereitet. Dennis Schmidt (17) freute sich über die Erfrischung an diesem heißen Tag und auch die 17-jährige Valeska Nikol bezeichnete den letzten Schultag der 12-er schon am Vormittag als „gut organisiert“. Denn Schulhaus und -hof waren tags zuvor passend zum Thema „Abitur auf dem Bauernhof“ zu einer Art Hindernisparcours umgestaltet worden und erfreuten nun jeden Abiturienten, der die Bemühungen der Schüler, diesen zu überwinden, beobachtete. Finanzielle Zuschüsse nahmen die 12-er ebenso gern in Empfang: einmaliges Riechen an der zusammengebrauten „Ekelbowle“ brachte fast jeden Schüler zur Einsicht, durch einen Obolus die gesündere Variante gewählt zu haben.

Nachdem der Unterricht in den Klassen wieder aufgenommen wurde, informierten die Abiturienten um 10 Uhr durch den Umzug durch die Stadt die restliche Bevölkerung von ihrem schulischen Erfolg. Mit Bannern und Plakaten, die unter anderem die Aufschriften „Abitur 2005“ und „Geschuftet wie die Schweine und deshalb saugut!!!“ führten, bahnten sie sich in Begleitung einer Polizeieskorte ihren Weg bis zum Park der Generationen. Mit kraftvollen Spatenstichen hub dort Karsten Obierski das Loch für den Jahrgangsbaum aus. Der Baum wurde unter Beifall und Jubel gepflanzt und mit einem Stein, der die Gravur „Abitur 2005“ trägt, versehen. Ebenso ausgelassen vollendeten die 12-er ihren Umzug.

Dann wurden auf dem Sportplatz des Gymnasiums Spiele mit den Lehrern veranstaltet. Aufgrund des heißen und sonnigen Wetters grenzten die Abiturienten das Programm etwas ein. Schließlich ging aus den zu erfüllenden bäuerlichen Disziplinen Eierwettlauf, Melken und beste Pantomimische Tierdarstellung der Schulleiter Volkmar Würfel als Sieger hervor.

Ganz im Sinne des Themas wurde anschließend auf dem Schulhof ein Schwein gegrillt. Für die Abiturienten das Highlight des Tages und der Abschluss eines großen, nicht immer leichten Lebensabschnittes.