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Gespielte Tränen im Mordfall Pistorius?

Pretoria. Der wegen Mordes angeklagte Oscar Pistorius wehrt sich gegen Gerüchte, dass er vor seinem Prozess Schauspielunterricht genommen habe. Die Behauptungen seien „total unwahr“, teilte eine Sprecherin des mehrfachen Paralympics-Siegers auf der Homepage des Südafrikaners mit.

Pretoria. Der wegen Mordes angeklagte Oscar Pistorius wehrt sich gegen Gerüchte, dass er vor seinem Prozess Schauspielunterricht genommen habe. Die Behauptungen seien „total unwahr“, teilte eine Sprecherin des mehrfachen Paralympics-Siegers auf der Homepage des Südafrikaners mit. Der 27-Jährige habe sich auch nicht mit Emotionstraining vorbereitet.

Pistorius war während der Verhandlungen mehrfach im Zeugenstand unter Tränen zusammengebrochen und hatte sich übergeben müssen. Die Echtheit der Gefühlsausbrüche war angezweifelt worden. Auch von Jani Allan. Die südafrikanische Kolumnistin hatte unter Berufung auf eine „verlässliche Quelle“ berichtet, Pistorius habe sich schulen lassen. „Oscar, du bist der Letzte in einer langen Liste falscher Helden“, schrieb Allen im offenen Brief. „Frau Allen hat Oscar Pistorius nie getroffen. All ihr Wissen über unseren Klienten ist reine Fiktion“, entgegnete die Sprecherin. Solche Behauptungen seien eine „Verhöhnung einer menschlichen Tragödie“.

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Die Verhandlung wird am 5. Mai fortgesetzt. Pistorius wird vorgeworfen, seine Freundin Reeva Steenkamp am 14. Februar 2013 vorsätzlich durch die geschlossene Badezimmertür erschossen zu haben. Der Angeklagte behauptet, er habe hinter der Tür einen Einbrecher vermutet und sich und Steenkamp schützen wollen. (sid)